Mit dem zweiten Erfolg hintereinander haben sich die Volleyballer des VfL Sindelfingen ins Tabellenmittelfeld der Oberliga vorgearbeitet. Dem 25:21, 25:19, 25:20 bei Aufsteiger TSB Ravensburg lag eine rundum gelungene Vorstellung zugrunde.
Dabei waren die personellen Voraussetzungen gar nicht so optimal gewesen. Mykhailo Trush fiel kurzfristig mit Knieproblemen aus. Die Zuspieler Simon Sturm, der erst kommendes Jahr wieder einsatzfähig ist, und Conrad Darmer, der privat verhindert war, konnten ebenfalls nicht mitmischen. Für sie wurde Max Bahner aus der zweiten Mannschaft hochgezogen. „Da fehlte dann ein stückweit die Eingespieltheit“, wusste Trainer Fabian Probst, der dem Ersatzmann aber eine ordentliche Leistung bescheinigte.
Vor allem Block-Abwehr-Verbund des VfL Sindelfingen ist richtig stark
Zuletzt war der Coach beim Heimerfolg gegen den den VC Baustetten nicht wirklich zufrieden gewesen mit der Einsatzbereitschaft seiner Schützlinge. „Dieses Mal war das deutlich besser“, lobte er. Vor allem der Block-Abwehr-Verbund sei sensationell stark aufgetreten und habe wahnsinnig viele Angriffe des Gegners optimal verteidigt. „So konnten wir direkt selbst Druck machen.“ Weiterer Pluspunkt der Gäste: „Auch wenn es schwierig wurde, haben wir keine dummen Fehler begangen, sondern fanden smarte Lösungen“, nickte Probst.
Seine Truppe hatte das Geschehen souverän unter Kontrolle und geriet nie wirklich in Bedrängnis. Lediglich in ein, zwei Situationen lagen die Daimlerstädter mal hinten, kämpften sich aber stets direkt zurück. „Es war fast ein Selbstläufer, und ich konnte die Jungs einfach mit guter Laune zocken lassen“, bilanzierte Probst, der seine Auszeiten eigentlich nur nahm, um den Gegner etwas aus dem Rhythmus zu bringen.
Die sechs Leute, die zu Beginn der Partie auf dem Feld standen, ließ er komplett durchspielen. „Das ist natürlich nach einer so langen Anfahrt blöd für diejenigen auf der Bank, die gar nicht zum Einsatz kamen“, wusste der Übungsleiter. „Aber es ist auch meine Aufgabe, das zu moderieren. Und im Mittelpunkt steht einfach der Teamgedanke.“
Zwei der drei im Dezember angestrebten Siege sind damit fix. Fehlt nur noch einer, und der soll am Samstag (20 Uhr) in der heimischen Sporthalle Stadtmitte gegen den Vorletzten ASV Botnang II eingetütet werden. Gelingt das, kann der VfL Sindelfingen über die kurze Pause zwischen den Jahren recht beruhigt auf die Tabelle blicken.