Volleyball-Oberliga Männer VfL Sindelfingen fehlt gegen den Spitzenreiter der Killerinstinkt

Nick Hoschke und der VfL Sindelfingen hielten mit, zogen aber letztlich doch keinen Satz auf ihre Seite. Foto: Eibner/Francesco Consentino

Die Volleyballer des VfL Sindelfingen haben ihr Oberliga-Auftaktspiel nach der Winterpause verloren. So deutlich wie das Ergebnis vermuten lässt, waren die einzelnen Sätze aber nicht.

Volontäre: Maximilian Schöbel (scm)

„Wir wollen einfach unser bestes Spiel machen“ – so lautete die Ansage von Trainer Fabian Probst vor dem Oberliga-Duell seiner Volleyballer vom VfL Sindelfingen gegen Tabellenführer SV 1845 Esslingen. Dass am Ende ein 0:3 auf der Anzeigetafel stand, ist bitter, denn die Deutlichkeit des Ergebnisses spiegelt nicht den Spielverlauf wieder.

 

Vor der Partie gegen die Esslinger, die nun mit zehn Siegen aus zehn Spielen von der Tabellenspitze grüßen, musste der VfL mit einigen Einschränkungen zurechtkommen. Neben den personellen Ausfällen von Rafael Sturm, Lukas Thiem und Mykhailo Trush musste die Mannschaft mit nur einer Trainingseinheit im Vorfeld zurechtkommen. Der Gegner kam Probst nicht nur deshalb gerade recht: „Gegen Esslingen waren sowieso keine Punkte eingeplant, nur die Einstellung musste passen.“

Volleyballer des VfL Sindelfingen auf Augenhöhe mit dem SV 1845 Esslingen

Zu Beginn zeichnete sich ein ausgeglichenes Bild ab. Beiden Mannschaften fehlte nach der Winterpause der Rhythmus. Nach dem 12:11 für die Gastgeber zogen die Gäste etwas davon, doch die Sindelfinger kämpften sich zurück und hatten dann sogar die Chance mit mehreren Satzbällen den Sack zuzumachen. Doch am Ende hieß es 24:26. „Das ist dann auch einfach die Qualität des Gegners, solche Sätze dann doch noch zu gewinnen“, so Probst.

So umkämpft wie der erste Abschnitt endete, so eindeutig gingen die ersten fünf Punkte im zweiten an Esslingen. „Ich verstehe nicht, warum wir so in den Satz starten“, sagte Probst, der daraufhin die erste Auszeit nahm. Diese zeigte auch direkt Wirkung. Als wäre bei den Esslingern der Stecker gezogen worden, konnten sich die Sindelfinger plötzlich auf 20:16 absetzen und bekamen erneut die Chance, einen Durchgang für sich zu entscheiden. Doch zwei Netzroller und zwei Nachlässigkeiten im eigenen Spiel sorgten schnell für das 20:20. „Das ist dann für den Kopf auch extrem schwierig“, stellte Probst fest.

In keinem der Sätze konnte der VfL Sindelfingen den Sack zumachen, obwohl die Chancen dazu da waren. Foto: Baumann/Hansjürgen Britsch

Hinzu kamen Entscheidungen des Schiedsgerichtes bei spielentscheidenden Szenen, die für den Coach nicht nachvollziehbar waren: „Da wurde teilweise komplett daneben gegriffen und gegen uns entschieden.“ Das sei zwar nicht der Grund der Niederlage gewesen, aber kam noch erschwerend hinzu. So verloren die Hausherren auch den zweiten Satz, diesmal 21:25.

Danach fiel es ihnen schwer, positiv zu bleiben. Auch Fabian Probst war mit dem Verlauf unzufrieden: „Unser Anspruch muss sein, so einen Satz durchzubringen. Entwicklung der Mannschaft hin oder her – das ist dann am Ende des Tages zu wenig.“ Auch im dritten Abschnitt konnten seine Schützlinge gut mithalten, aber beim 20:25 letztlich mit demselben Ausgang.

Für Probst war der Auftakt ins neue Jahr „ganz gut“, wie er es ausdrückte. Im nächsten Spiel beim SV Fellbach (Sonntag, 15 Uhr) und bei einem Doppelspieltag in der Woche drauf soll aber wieder Zählbares her, um den Puffer zu den Abstiegsrängen zu vergrößern.

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