Volleyball-Oberliga Männer VfL Sindelfingen ist nicht so abgezockt wie der überqualifizierte Spitzenreiter

Zweimal schnupperten Nick Hoschke und der VfL Sindelfingen am Satzgewinn, doch die Partie endete mit 0:3. Foto: Stefanie Schlecht

Die Volleyballer des VfL Sindelfingen verlieren in der Oberliga bei Tabellenführer SV 1845 Esslingen mit 0:3. Wie das Duell verlief und warum der Coach weiterhin guter Dinge ist.

Volontäre: Rouven Spindler (rsp)

Die Oberliga-Volleyballer des VfL Sindelfingen sind mit einer 0:3-Niederlage bei Tabellenführer SV 1845 Esslingen in den November gestartet. Der Ex-Regionalligist hat damit im vierten Spiel bereits zum dritten Mal verloren.

 

Der Gegner sei „eigentlich überqualifiziert für diese Klasse“, bezog sich Fabian Probst auf die Ex-Zweit- und -Drittligaakteure im Kader des Kontrahenten. Der VfL-Coach muss derzeit auf Zuspieler Simon Sturm verzichten (Knochenbruch an der Mittelhand). Kapitän Thomas Meyer war zuletzt krank, weshalb der Trainer zunächst Mykhailo Trush mit Nick Hoschke auf den Außenpositionen starten ließ.

Fabian Probst ist seit 2021 beim VfL und coacht die erste Mannschaft seit dieser Runde. Foto: privat

„Wir spielen im ersten Satz anfangs eigentlich gut mit“, sagte der 35-Jährige, der aber eine Auszeit nahm, weil er feststellte, „dass wir so ein bisschen den Zugriff verlieren“. Letztlich ging der Durchgang mit 13:25 deutlich weg. Es sei bemerkbar gewesen, dass es noch nicht so richtig harmoniert, so Probst.

Er wechselte daher Meyer für Trush ein, der Absteiger stellte nun sein übliches Außen-Duo und wirkte direkt eingespielter. Das Team habe sich aber auch reingearbeitet, erkannte Probst. Taktisch steigerten sich die Sindelfinger ebenfalls, gerade in der Blockabwehr. Sie kamen nach einem deutlichen Rückstand wieder näher, weil der für Hoschke aufs Feld zurückgekehrte Trush per Aufschlag fünf Punkte machte. „Der Gegner war dann aber doch ein bisschen abgezockter“, kommentierte Probst das 23:25.

Die Gäste wollten dennoch den Schwung mitnehmen, den Favoriten derart gefordert zu haben. Auch der dritte Abschnitt war knapp, endete aber erneut mit einem 23:25-Dämpfer. „Es ist sehr, sehr schade, dass wir uns einfach nicht belohnen können“, meinte Probst, dessen Mannschaft am 1:2-Satzanschluss schnupperte. So aber setzte es ein 0:3, und der Spitzenreiter blieb weiter ohne Satzverlust.

VfL Sindelfingen empfängt SV Fellbach

Der Trainer wusste, dass er nun wieder Aufbauarbeit leisten muss. Er wolle das Positive herausarbeiten, sehe bei seinem Team „Training für Training und Spiel für Spiel eine Verbesserung“. Die Einstellung sei also top. „Deswegen bin ich guter Dinge, dass wir – wenn die Entwicklung so weitergeht – zeitnah auch Zählbares in der Hand haben“, blickt er voraus. Am Samstag (19 Uhr) empfängt der VfL Sindelfingen nun den Tabellendritten SV Fellbach in der Sporthalle Stadtmitte.

Weitere Themen

Weitere Artikel zu Volleyball Oberliga Männer