Nicht gut aus den Startlöchern gekommen: Der VfL Sindelfingen (in Blau) verliert beim SV Fellbach (in Rot) auch das zweite Spiel im neuen Jahr. Foto: Maximilian Schöbel
Die Oberliga-Volleyballer des VfL Sindelfingen haben ihr Auswärtsspiel beim SV Fellbach mit 0:3 verloren. Trainer Fabian Probst äußerte dabei gegenüber seinem Team scharfe Kritik.
„Wir waren eigentlich gut drauf und wollten den Sieg holen“, beschreibt Fabian Probst, Trainer des Volleyball-Oberligisten VfL Sindelfingen. Doch am Ende stand ein deutliches 0:3 beim SV Fellbach auf der Anzeigetafel.
Die Gäste hatten sich nach der Niederlage gegen den SV 1845 Esslingen einiges vorgenommen und kamen auch gut in die Partie. Die zwischenzeitliche 9:6-Führung hielt allerdings nicht lange. Eine Leistungssteigerung der Gastgeber sorgte für deren schnelle Aufholjagd, sodass sich der Coach der Sindelfinger gezwungen sah, bei einem 9:10-Rückstand die erste Auszeit zu nehmen. „Klar ist das ärgerlich, wenn wir gut starten und dann den Faden verlieren“, haderte Probst. Zum Ende des Satzes konnten die Hausherren ihre Führung ausbauen und gewannen ihn mit 25:19.
Der VfL Sindelfingen verliert das Auswärtsspiel beim SV Fellbach deutlich
Nahezu identisch startete der zweite Durchgang, in dem erneut der VfL besser aus den Startlöchern kam. Doch nachdem die Auswärtstruppe die 5:3-Führung aus der Hand gegeben hatte, nahm Probst sichtlich unzufrieden die nächste Auszeit. „Zu Beginn war Fellbach noch nicht so stark, wurde dann aber besser. Doch leider konnten wir uns an deren Leistungssteigerung nicht anpassen“, sagte der Coach.
Nachdem sich die Fellbacher stabilisiert und einen 5-Punkte-Vorsprung erarbeitet hatten, kam der VfL zurück und ging sogar mit 17:16 in Front. Doch mit der Leistung des Gegners konnten die Sindelfinger nicht mithalten und verloren den Abschnitt mit 18:25. „Das tut weh, weil wir in jeder Aktion den entscheidenden Schritt zu spät sind“, ärgerte sich der Übungsleiter.
Im dritten Durchgang war bis zum zwischenzeitlichen 7:7 alles offen. Doch wie schon zuvor konnten sich die Gastgeber auch dieses Mal absetzen. „Das Frustrierende ist, dass wir Dinge in der Trainingswoche ansprechen, und ich dann denke, die Spieler können es auf diesem Niveau umsetzen – aber sie tun es nicht“, kritisierte Probst seine Mannschaft in aller Deutlichkeit.
Trotz einiger personeller Wechsel gelang es seinem Team nicht zurückzukommen. Ungefährdet gewann Fellbach auch den dritten Satz mit 25:20. Probst ärgerte dabei weniger die Niederlage, sondern vielmehr die Art und Weise: „Man kann mal ein Spiel verlieren, wenn man trotzdem 100 Prozent gegeben haben. Heute haben wir höchstens 70 Prozent gegeben. So verlierst du sehr deutlich, und das tut weh.“
Nicht 100 Prozent gegeben: Die Leistung des VfL Sindelfingen in Fellbach ließ zu wünschen übrig. Foto: Maximilian Schöbel
Mit 15 Punkten steht der VfL Sindelfingen weiter auf Tabellenrang sechs und hat ein Polster von sechs Punkten auf die Abstiegsplätze.