Insgesamt äußerst souverän: Libero Kris Keubler und der VfL Sindelfingen hatten nur phasenweise kleinere Probleme mit dem Schlusslicht. Foto: Eibner/Francesco Consentino
Im letzten Heimspiel der Saison verabschiedeten sich die Oberliga-Volleyballer des VfL Sindelfingen nicht nur von den eigenen Fans, sondern auch von ihrem langjährigen Abteilungsleiter
Schöner kann man sich einen Abschied nicht vorstellen. Volleyball-Abteilungsleiter Bruno Metzger vom VfL Sindelfingen hört nach der Saison auf und wurde nach dem letzten Heimspiel der Oberliga-Saison für über 25 Jahre Herzblut im Verein gebührend gefeiert.
Für gute Laune sorgten zuvor die Männer von Trainer Fabian Probst mit einem souveränen 3:0-Erfolg über die SG Volley Neckar-Teck. Der Coach musste dabei auf Simon Sturm, Mykhailo Trush und Thomas Meyer sowie auf Bill und Tim Grundtner verzichten, was sich direkt bemerkbar machte. „Uns fiel es schwer, in den gewohnten Rhythmus zu kommen, weil uns der Gegner wenig Gegenwehr angeboten hat“, so Probst.
VfL Sindelfingen setzt ab dem zweiten Satz Nachwuchsspieler ein
Also setzten die Einheimischen auf eine bestimmte Taktik: „Wir haben uns gezielt einen Gegenspieler ausgesucht, den wir bedienen. Da ging es dann nicht um die Aufschlaghärte, sondern um die Quote“, erklärte der Coach. Und das zogen die Gastgeber bis zum Schluss erfolgreich durch.
Während das Schlusslicht beim 25:18 für die Sindelfinger im ersten Satz noch chancenlos war, ging es im zweiten und dritten sogar zeitweise in Führung. Doch das lag schlichtweg an den personellen Umstellungen von Probst. „Ich habe die Jungs aus der zweiten Mannschaft durchspielen lassen. Die mussten zwar erst ein wenig reinkommen, aber dann hat das wunderbar funktioniert“, lobte er.
David Schubert und der VfL Sindelfingen fuhren einen lockeren Erfolg im letzten Heimspiel der Saison ein. Foto: Eibner/Francesco Consentino
VfL Sindelfingen kann sich auf Nachwuchsspieler verlassen
Mit Fabian Schick stach dabei einer besonders heraus, der sich direkt für die kommende Saison empfehlen konnte. „Obwohl er erst 17 Jahre alt ist, weiß ich immer, was ich bekomme“, nickte Probst sichtlich zufrieden mit dem Auftritt des Youngsters.
Das Trio aus der zweiten Mannschaft, zu dem auch Tobias Gußmann und Philipp Kamping gehörten, nutzte die Gelegenheit und zeigte, dass es auch in der Oberliga mithalten kann. Das 25:19 und 25:17 waren der souveräne Abschluss eines ungefährdeten Erfolgs.
VfL Sindelfingen will einen schönen Saisonabschluss
„Am Ende stehen ein Pflichtsieg und ein schöner Abschluss unserer Heimspiele“, bilanzierte Probst. „Zudem haben unsere Nachwuchsspieler gesehen, welche Schritte die nächsten sind, und an was sie noch arbeiten müssen.“
Vor der letzten Partie 25/26 bei der SG Tübingen/Rottenburg III (Sonntag, 15 Uhr) steht der VfL Sindelfingen mit 27 Punkten auf Rang vier und kann diesen nur noch an den TSV Eningen verlieren. „Ich merke, dass die lange Saison in den Köpfen meiner Jungs hängt. Trotzdem ist es unser Anspruch, noch einmal alles zu geben“, nickt Probst. Denn beim anschließenden gemeinsamen Essen soll es ja auch etwas zu feiern geben, bevor es dann im Juni wieder in die Vorbereitung auf 26/27 geht.