Volleyball Regionalliga Keine Entwarnung trotz Sieges bei den TSF Ditzingen

Kraftvoll zuschlagen: Außenangreiferin Nina Gminder (re.) wurde zur wertvollsten TSF-Akteurin gewählt. Foto: Andreas Gorr

Die Volleyballerinnen schlagen die VSG Kleinsteinbach trotz eines Leistungslochs im dritten Satz mit 3:0 und holen Punkte Kampf gegen den Abstieg. Entwarnung gibt es aber noch nicht.

Sport: Jürgen Kemmner (jük)

Von ihrer kleinen Schwächephase in der Adventszeit haben sich die TSF Ditzingen vollumfänglich erholt – die Volleyballerinnen bleiben mit dem 3:0 (25:17, 25:16, 25:20) über die VSG Kleinsteinbach in der Regionalliga im Jahr 2026 ungeschlagen und feierten jahresübergreifend den dritten Sieg in Folge.

 

„Es war eine geschlossene Teamleistung“, berichtet Kapitänin Ute Busch zufrieden, „wir haben einen guten Kampfgeist gezeigt – der hat bei unseren Gegnerinnen offenbar gefehlt.“ Die drei Zähler waren überaus wichtig, denn im Abstiegskampf liegen die TSF weiterhin nur zwei Zähler vor den Abstiegsrängen, nachdem Hauptkonkurrent TSG Reutlingen den TV Rottenburg 3:0 geschlagen hatte.

Nina Gminder trumpft auf

In den ersten beiden Sätzen waren die Ditzingerinnen ziemlich verwundert. Die Gegenwehr der Frauen aus Kleinsteinbach war kaum zu registrieren. „Bei den Heimspielen ist bei denen immer gute Stimmung und das Team tritt entsprechend motiviert auf“, erzählt Ute Busch, „aber am Sonntag hat ihnen irgendwie der Wille gefehlt.“ Die ersten beiden Durchgänge waren nach 21 und 22 Minuten beendet, die Gastgeberinnen konnten fast nach Belieben Schalten und Walten. Vor allem Außenangreiferin Nina Gminder bewies große Durchschlagskraft und sammelte ordentlich Punkte.

Anja Tötemeier ist angeschlagen, ihr Einsatz im nächsten Spiel ungewiss. Foto: Andreas Gorr

Dass der dritte Satz so begann als hätten die Teams die Trikots getauscht, verwunderte alle 60 Zuschauer in der Doris-Leibinger-Halle. Die VSG Kleinsteinbach führte mit 11:3, die TSF-Frauen standen sozusagen neben sich, die Spielführerin sieht die Ursache darin, dass „wir nicht mehr als Team aufgetreten sind und nur noch auf Fehler der VSG gehofft haben“. Doch die Heim-Mannschaft versank nicht im Leistungsloch, sondern konnte sich daraus befreien, weil es die Gäste zuließen. „Kleinsteinbach war ein dankbarer Gegner“, meint Ute Busch.

Dennoch gibt es für die Ditzingerinnen keine Entwarnung im Abstiegskampf bei noch neun ausstehenden Partien. Als nächstes geht es für die TSF zu Tabellenführer VSG Ettlingen/Rüppurr, wo die Punkte so hoch hängen wie die Kokosnüsse an den Palmen. Zudem drohen gewichtige Ausfälle: Nina Gminder, die zur wertvollsten Spielerin der TSF gewählt wurde, verdrehte sich das Knie – sie spielte zwar weiter, doch nun steht eine ärztliche Untersuchung an. Auch Anja Tötemeier ist immer noch angeschlagen, ihr Einsatz im Badischen ist ungewiss. Die zuvor lange verletzte Lyubka Rund fehlt nun krankheitsbedingt. „Wir sind personell dünn besetzt“, räumt Ute Busch ein, „und noch lange nicht aus dem Schneider.

Weitere Themen

Weitere Artikel zu Volleyball Abstiegskampf Sieg Leonberg