Es gab nur eine Sache, über die sich die Verbandsliga-Volleyballerinnen des VfL Sindelfingen vorige Saison ärgern konnten: Als Neuling in dieser Klasse verpassten sie haarscharf die Aufstiegsrelegation, am Ende stand Rang drei zu Buche. „Wir haben zwei, drei unnötige Niederlagen kassiert“, erinnert sich Trainer Oliver Dostal, was seinen Schützlingen letztlich den möglichen Durchmarsch vermieste.
Dennoch zieht er ein positives Fazit, denn das Abschneiden konnte sich auf alle Fälle sehen lassen. Der Frust ist inzwischen vergessen, denn „wir haben ja unser Ziel erreicht, vorne mitzuspielen“, so der Coach. Genau so lautet auch der Plan für die nun beginnende neue Runde. „Über den Sommer haben wir richtig gut gearbeitet“, nickt Dostal. „Wir haben viel in Sachen Annahme, Abwehr und Block gemacht.“
Trainer Oliver Dostal setzt beim VfL Sindelfingen auch auf vier Neuzugänge
Vier Neuzugänge ergänzen die Truppe und gehen mit Vorschusslorbeeren in ihren ersten Pflichtspieleinsatz. „Sie verstärken uns wirklich“, betont der Übungsleiter. Franziska Fecher kam vom MTV Ludwigsburg, Marina Deprins und Julia Hofmann, die für ein Jahr pausiert haben, waren zuvor beim TSV Georgii Allianz II aktiv, und die derzeit noch am Fuß verletzte Verena Walter vom TV Cannstatt ist ein Toptalent, das die Sportart noch gar nicht so lange ausübt. Die wenigen Abgänge gehörten bereits 24/25 nicht mehr so richtig dazu. Damit steht ein Kader von 17 Leuten zur Verfügung.
Womit auch ein wiederkehrendes Problem gelöst wäre, denn nun sind die Einheiten unter der Woche meistens voll besetzt. „Außerdem können wir Ausfälle viel besser auffangen“, freut sich Dostal über nicht gekannten personellen Möglichkeiten. Der Großteil der Mannschaft ist bereits eingespielt, was das Selbstvertrauen noch einmal vergrößert. Den Stil seines Teams beschreibt der Mann auf der Kommandobrücke als „schlagkräftig und kampfstark“.
Die Ambitionen kann es nun gleich im Derby gegen einen weiteren ambitionierten Verein aus dem Kreis Böblingen untermauern. Am Samstag um 16 Uhr geht es in der Sporthalle Stadtmitte gegen die SpVgg Holzgerlingen. Bereits zwei Stunden zuvor um 14 Uhr muss der VfL Sindelfingen an selber Stelle gegen die TG Nürtingen ran.