Erst ein glattes 0:3, dann ein klares 3:0 – die Verbandsliga-Volleyballerinnen des VfL Sindelfingen haben einen sehr wechselhaften Doppelheimspieltag hinter sich. „Das Gefühl lässt einen nicht los, dass in dieser Klasse bis auf zwei abgeschlagene Mannschaften jeder gegen jeden gewinnen kann“, bilanzierte Trainer Oliver Dostal.
Dass der erste Gegner FV Tübinger Modell III in voller Stärke antrat, gereichte den Gastgeberinnen sehr zum Nachteil. „Bei denen waren diesmal die früheren Regionalliga- und sogar Drittligaspielerinnen dabei, die ab und zu zum Spaß mitmachen“, schwante dem Coach bereits beim Blick auf die Aufstellung Böses. „Die haben variabel angegriffen, waren groß und in allen Belangen überlegen.“ Lediglich im dritten Satz „haben wir wenigstens vernünftig agiert“, bilanzierte Dostal. „Davor hatten wir bei allen Elementen, die es so gibt, Schwierigkeiten“, hakte er das 18:25, 17:25, 21:25 lieber schnell ab.
Die Frage war, ob das auch seinen Schützlingen gegen den bisherigen Tabellenzweiten VC Baustetten gelingen würde. Und das tat es. „Plötzlich haben sich alle zusammengerissen und hatten Bock. Das lief wie aus einem Guss“, staunte der Übungsleiter, dass auf einmal alles, das zuvor schlecht war, nun klappte. „Man mag es kaum glauben. Dabei habe ich personell gar nicht so viel verändert.“ Beim 25:18, 25:22, 25:16 gerieten die Einheimischen nie wirklich in Gefahr.
Deutlich enger war es unter der Woche im Verbandspokal zugegangen. „Das hat mir einige graue Haare beschert“, musste Dostal beim 19:25, 25:20, 22:25, 25:19, 15:12 im Achtelfinale gegen die SG MADS Ostalb ordentlich zittern. „Am Ende zählt aber nur ein Sieg in so einem Fight auf Biegen und Brechen, bei dem beide Teams alles reingeworfen haben.“ Größte Schwäche beim glücklichen aber dennoch verdienten Weiterkommen sei die Annahme gewesen.
Dostal probierte einiges aus, das im Liga-Alltag weiterhelfen soll. Unter dieser Prämisse verteilte er die Einsatzzeiten sehr ausgeglichen, verschaffte so auch den Neuzugängen Praxis auf dem Feld. Im Tiebreak führte der VfL bereits mit 8:3 und 12:6, doch der Vorsprung schmolz, und dann stand es nur noch 13:12. Die Sindelfingerinnen bekamen allerdings die Kurve und freuen sich nun im Viertelfinale darauf, einen Regionalligisten zu empfangen. Ob das die TSG Reutlingen oder der TV Rottenburg sein wird, entscheidet sich noch.