Stefania Scheurer (li.) und der VfL Sindelfingen glauben weiter an den Aufstieg. Foto: Stefanie Schlecht
Die Verbandsliga-Volleyballerinnen des VfL Sindelfingen sind wieder zurück in der Erfolgsspur. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten gewannen sie das Spiel beim VC Baustetten souverän.
Die Gäste taten sich zu Beginn schwer, ins Spiel zu finden. „Der Gegner hat stark verteidigt und uns mit einer starken Außenangreiferin immer wieder vor Probleme gestellt“, bilanzierte Trainer Oliver Dostal. „Wir haben uns mit der Stabilität schwergetan.“ Dazu kam eine strittige Schiedsrichterentscheidung, von der sich seine Schützlinge aus dem Tritt bringen ließen.
VfL Sindelfingen übt weiter Druck auf den Aufstiegsrelegationsplatz aus
Infolgedessen entschieden zwar die Gastgeberinnen den ersten Satz mit 25:21 für sich, dies brachte den VfL aber nicht aus der Ruhe. Mit einer deutlichen Leistungssteigerung erarbeitete er sich das verloren gegangene Selbstvertrauen zurück und fegte mit 25:14 über den VC hinweg.
Diese Dominanz ließ jedoch schnell wieder nach, sodass die Baustettenerinnen zurück in die Partie fanden und mit drei Satzbällen die Chance hatten, erneut in Front zu gehen. „Das war mir unerklärlich“, rätselte Dostal. Doch die Sindelfingerinnen gaben nicht auf, drehten den Spieß herum und gewannen den Durchgang glücklich doch noch mit 27:25. Mit diesem Erfolgserlebnis im Rücken gelang es ihnen, den ausgeglichenen vierten Abschnitt am Ende souverän mit 25:20 für sich zu entscheiden.
„Das war eine zähe, langwierige Angelegenheit“, musste der Coach erst einmal durchschnaufen. Mit dem 3:1-Erfolg üben die Schützlinge von Oliver Dostal weiter Druck auf den Aufstiegsrelegationsplatz aus. Dieser soll beim kommenden Heimspieltag in zwei Wochen mit zwei Partien gegen Abstiegskandidaten weiter erhöht werden.
Der VfL Sindelfingen hat die Relegation im Auge – aber gibt es überhaupt eine Relegation. Foto: Andreas Gorr
Es gibt nur ein Problem: „Es ist durchgesickert, dass es fraglich ist, ob die Relegation überhaupt notwendig sein wird“, hat der Übungsleiter läuten hören. In anderen Worten: Aufgrund der Konstellation in der Regional- und Oberliga wäre es möglich, dass nur der Meister aus der Verbandsliga aufsteigen darf, und dass es gar keine Relegation für den Zweitplatzierten gibt. „Das ist zwar Zukunftsmusik, doch es deutet sich so ein bisschen an. Es müssen aber erstmal in allen Ligen alle Spiele gespielt werden“, so Dostal.