Volleyball-Verbandspokal Frauen „Happy über gewonnenen Satz“ – VfL Sindelfingen bietet Drittligist die Stirn

Jubel trotz Niederlage: Die Volleyballerinnen des VfL Sindelfingen trotzen dem TSV Georgii Allianz Stuttgart einen Satz ab. Foto: Stefanie Schlecht

Das Ausscheiden im Halbfinale ist das Ende einer tollen Verbandspokalsaison für die Volleyballerinnen des VfL Sindelfingen. Einen Grund zur Freude hatten sie trotz der Niederlage.

Volontäre: Maximilian Schöbel (scm)

Nur einen Satz gewonnen und trotzdem glücklich? Das kommt selten vor, trifft in diesem Fall aber voll zu. Die Volleyballerinnen des VfL Sindelfingen sind im Verbandspokal-Halbfinale zwar ausgeschieden, doch zeigten die Sindelfingerinnen gegen den Drittligisten TSV Georgii Allianz Stuttgart, warum es für sie das Highlightspiel der Saison war.

 

Dass die Gäste im Ligabetrieb gleich drei Klassen höher agieren, war vor allem in den ersten beiden Durchgängen zu sehen – allerdings nicht durchgehend. „Wir kamen jeweils gut rein, doch hatten dann eine Schwächephase in der Annahme und im Angriff, die den Ausschlag gegeben hat“, bilanzierte VfL-Trainer Oliver Dostal.

VfL Sindelfingen gewinnt dank starkem Aufschlagdruck einen Satz

Aus einem ausgeglichenen 10:10 im ersten Satz wurde schnell ein 10:16, was den Einheimischen den Stecker zog. Das 15:25 fiel deutlich aus. Ein ähnliches Bild zeigte sich auch beim 17:25 im zweiten Abschnitt. Auch hier waren die Gastgeberinnen anfangs nahezu ebenbürtig, doch der 11:18-Zwischenstand nahm ihnen den Wind aus den Segeln.

Obwohl der Favorit weiter mit voller Kapelle auftrumpfte, gelang es dem Underdog im anschließenden dritten Satz endgültig, dem Gegner aus Stuttgart die Stirn zu bieten – und zwar diesmal bis zum Schluss. „Wir waren intelligent und geduldig“, schwärmte Dostal. „Knackpunkt war unser starker Aufschlagdruck.“ Beim Stand von 22:18 bekamen seine Schützlinge plötzlich wackelige Füße. Würden es etwa erneut schiefgehen? Nein. Mit 25:23 gelang der knappe, aber verdiente Teilerfolg zum 1:2-Satzanschluss. „Auch wenn es am Ende knapp wurde, war das eine tolle Leistung“, lächelte Dostal.

Vor allem im dritten Satz macht der Underdog dem haushohen Favoriten Probleme. Foto: Stefanie Schlecht

Klassenunterschied macht sich bemerkbar

Doch der Klassenunterschied machte sich nun in der Ausdauer bemerkbar. „Ich habe gesehen, dass meine Spielerinnen müde werden“, gab Dostal zu. Dazu zeigten die Stuttgarterinnen, warum sie eine der Topmannschaften der 3. Liga sind. „Die haben keine Fehler gemacht und alles gezeigt, was sie draufhaben“, zuckte der Sindelfinger Übungsleiter mit den Schultern. Entsprechend deutlich fiel der vierte Satz mit dem Ergebnis von 12:25 aus.

Der VfL Sindelfingen verpasst damit den Einzug ins Finale, doch das ist kein Grund zur Trauer. „Das war für uns eine erfolgreiche Pokalsaison“, bilanzierte Oli Dostal. „Wir sind happy über den gewonnenen Satz gegen diesen großen Gegner.“

Zum Abschluss der regulären Saison in der Verbandsliga geht es am 22. März (12 Uhr) zum FV Tübinger Modell III.

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