Vollsperrung der Ortseinfahrt beendet Der Verkehr rund um Weil im Schönbuch fließt wieder

Der Blick vom Schaichhof zeigt: Die Fahrt aus und nach Weil im Schönbuch ist wieder frei. Die Vollsperrung am Ortseingang ist aufgehoben. Foto: Stefanie Schlecht/Stefanie Schlecht

Nach knapp zwei Monaten Bauzeit sind die Straßenbaumaßnahmen am Ortseingang gegenüber dem Schaichhof abgeschlossen. Auf Facebook wird dennoch gemosert.

Böblingen: Edmund Langner (edi)

Die Leidenszeit für Pendler und alle anderen, die zu den Stoßzeiten rund um Weil im Schönbuch unterwegs sind, hat ein Ende: Die Vollsperrung der Ortszufahrt ist aufgehoben, die Umbau- und Sanierungsarbeiten gegenüber der Golfanlage Schaichhof sind abgeschlossen. Die langen Staus, die wegen der Vollsperrung auf der gegenüberliegenden Ortsseite bei Holzgerlingen, Schönaich und Breitenstein entstanden waren, sind vorbei.

 

Vom 17. Oktober bis zum 9. Dezember hatten die Bauarbeiten gedauert, die unter anderem mit einer kurzen Rechtseinbiegespur auf die Bundesstraße B 464 den Verkehrsfluss verbessern soll. Außerdem soll der Umbau der Bushaltestelle „Schaichhof Siedlung“ zu einem sogenannten Buskap für mehr Barrierefreiheit sorgen. Davon abgesehen war die Kreisstraße 1062, die sich als Arthur-Hecker-Straße und danach als Schaichhof- und Hauptstraße als lange Gerade durch den Ort zieht, an dieser Stelle stark sanierungsbedürftig.

Landkreis verspricht sich besseren Verkehrsfluss

Von der Umgestaltung der Ortseinfahrt verspricht sich der Landkreis Böblingen als Bauträger nach eigenen Angaben eine deutliche Verbesserung der Leistungsfähigkeit der Kreuzung. Schließlich kam es an dieser Stelle vor allem im Berufsverkehr immer wieder zu Staus.

Die rund zweimonatige Bauzeit hat zunächst aber genau das Gegenteil bewirkt. Vom Abzweig nach Breitenstein staute sich der Verkehr teilweise bis nach Holzgerlingen hinein und auch in Richtung Schönaich bildeten sich während des Berufsverkehrs lange Staus.

„Die Belastung auf Breitenstein war schon extrem hoch“, sagt Sonja Fernandez, die Ordnungsamtsleiterin von Weil im Schönbuch. Ansonsten sei die Sperrung für die Weilemer ohne größere Vorfälle verlaufen, sagt die Rathausmitarbeiterin. Da es sich hier um eine Landkreismaßnahme handelt, war die Gemeinde ohnehin außen vor. Lediglich bei der Ampelschaltung auf Höhe der Genossenschaftsbank musste die Verwaltung nachjustieren. Fernandez meldete sich dazu auch in der rund 2800 Mitglieder starken Facebook-Gruppe „Weil im Schönbuch, Breitenstein und Neuweiler“ zu Wort. „Baustellen sind nie schön, aber man tut das für die Verkehrsteilnehmer“, schrieb sie – und erntete dafür auch Zustimmung. In anderen Kommentaren gab es dagegen viel Häme.

Für Unmut auf Facebook sorgte unter anderem, dass der Landkreis ausgerechnet zum Beginn der Sperrung auf der Umleitungsstrecke nach Breitenstein Markierungsarbeiten angesetzte hatte. Allerdings dauerten diese nur wenige Stunden, wie Bürgermeister Wolfgang Lahl einige Tage später in einer Gemeinderatssitzung bemerkte, in der er die erhitzte Facebook-Debatte kritisierte.

Unfreundliche Kommentare auf Facebook

Unfreundliche Kommentare gegen Landkreis und Bauarbeiter fanden sich auch unter dem Post, der am Freitag das Ende der Sperrung vermeldete. Die Verfasser monierten die Bauzeit oder stellten den Sinn der Maßnahme in Frage. Die Autorin schaltete deshalb vorsorglich lieber die Kommentarfunktion ab. „Bevor er gekapert wird von Fachmännern“ , wie sie ironisch dazu anmerkte.

Weitere Themen