Von Alkoven bis Rückfahrkamera Zwölf Tipps für die Wohnmobile-Miete
Ferien mit dem Wohnmobil werden immer beliebter – das zeigt auch die am Wochenende beginnende CMT. So findet man das passende und startet gut vorbereitet in den Urlaub.
Ferien mit dem Wohnmobil werden immer beliebter – das zeigt auch die am Wochenende beginnende CMT. So findet man das passende und startet gut vorbereitet in den Urlaub.
Der Camping-Boom hält weiter an. Immer mehr Menschen wollen hinaus in die Natur und ihre Ferien mit Gleichgesinnten an der frischen Luft verbringen. Beim Mieten eines Campers kann man ausprobieren, welches Mobil auch zum Kauf in Frage kommt. Diese zwölf Punkte einer Checkliste sollten vor einer Entscheidung unbedingt abgehakt werden.
Bei Mietfahrzeugen ist in den Ferienzeiten eine frühe Buchung unbedingt notwendig. Bereits jetzt sind viele Modelle zu den Haupturlaubszeiten ausgebucht. Kompakte Kastenwagen sind besonders bei Paaren begehrt.
Flexibilität, Wendigkeit und vor allem die schnelle Umgewöhnung vom eigenen Wagen auf den Bus sind die ausschlaggebenden Argumente. Denn vom Preis her sind größere Camper kaum teurer als die ebenfalls komfortabel ausgestatteten Busse.
Ein sehr enges Wohnmobil, in dem sich die vierköpfige Familie schon am ersten Regentag auf die Nerven geht, ist mitunter Anfang und Ende der Campingleidenschaft. Es sei denn, man liebt es kuschelig. Meist wird es nicht möglich sein, doch im Idealfall probiert man den Camper beim Vermieter vor Ort ein, zwei Tage aus und entscheidet sich danach eventuell für ein anderes Modell.
Es kommt auf die Zahl der Mitfahrer und die Urlaubsart an. Kinder schlafen gerne im Alkoven über dem Fahrerhaus, Individualisten, Vielfahrer und Menschen, die oft den Ort wechseln, bevorzugen den Kastenwagen. Wer viel Platz und Komfort schätzt, wird dagegen mit einem teil- oder vollintegrierten Wohnmobil meist glücklicher.
Eine wichtige Überlegung ist, welche Sportgeräte mit an Bord sollen. Vor allem aber sollte man klären, wohin diese Utensilien kommen: Wer erlebt hat, wie nervenaufreibend der Transport eines Surfbretts für die Mitfahrer in einem Campingbus sein kann, der leiht sich gerne einen Dachträger aus.
Das Gleiche gilt für Fahrräder und die Ausrüstung für das Stand-up-Paddling. Miet-Gepäckträger, die an die Rückwand des Wohnmobils gehängt werden, bieten alle Verleiher an.
Eine Innenraum-Versicherung ist unbedingt zu empfehlen. Wie schnell ist ein Schrank verkratzt, ein Scharnier herausgebrochen oder das helle Polster mit Rotwein getränkt. Eine Versicherung erspart Stress, Ärger mit ungeschickten Mitfahrern und Kindern sowie vor allem Diskussionen mit dem Vermieter. Wichtig ist, darauf zu achten, ob es eine Selbstbeteiligung gibt. Ein Tipp: mit dem Handy von innen und außen bei der Übergabe ein Video drehen. Das kann Konflikte über eventuell schon vorher vorhandene Schäden vermeiden.
Die voraussichtliche Fahrstrecke sollte zumindest grob kalkuliert werden. Ein Vielfahrer, der von Hamburg bis Palermo unterwegs ist, braucht eine Pauschale, in der möglichst viele Kilometer enthalten sind. Wer dagegen lieber ein paar Tage oder Wochen auf einem Campingplatz bleibt, urlaubt oft günstiger, wenn nach der Rückkehr nur die gefahrenen Kilometer abgerechnet werden.
Viele Vermieter gestatten es, das geliebte Haustier bei ausgewählten Modellen mit ins Wohnmobil zu nehmen. Dieser Passus sollte aber auch im Mietvertrag stehen, um sicher zu sein und spätere Klagen zu vermeiden. Zusätzlich ist bei Reisen mit Haustieren eine Innenraum-Versicherung (siehe oben) sehr sinnvoll, in der auch Kratzer am Mobiliar abgedeckt sind.
Ist ausreichend Geschirr vorhanden, sind genügend Auffahrtskeile im Kofferraum? Die meisten Vermieter bieten zwar eine Komplettausstattung an, doch die entspricht nicht immer den eigenen Bedürfnissen. Hilfreich sind entsprechende Checklisten aus dem Internet, was Camper für einen Wohnmobil-Urlaub benötigen. Beispiel: https://camping-und-wohnmobil.de/category/packliste
Wer noch nie mit einem längeren Fahrzeug oder einem Wohnmobil gefahren ist, sollte darauf achten, dass eine Rückfahrkamera installiert ist und diese nachts funktioniert. Ohne Kamera ist das Einparken auf einem engen Parkplatz oder einer mit Bäumen versehenen Parzelle auf dem Campingplatz purer Stress. In 90 Prozent aller Fälle ist die Kamera aber ohnehin eingebaut.
Eine ausführliche Übergabe des Fahrzeugs muss sein. Wer schon einmal beim Mietauto verzweifelt versucht hat, den gut versteckten Knopf oder Hebel zum Öffnen des Tankdeckels zu finden, weiß, was gemeint ist. Unbedingt in aller Ruhe den Wechsel der Gasflasche, die Toilettenentleerung, die Heizung und die drei Betriebsarten für den Kühlschrank (Gas/12V/230V) erklären lassen.
Normalerweise sind die Fahrzeuge so ausgelegt, dass sie gerade noch unter der 3,5-Tonnen-Grenze liegen. Der Grund: Bis zu 3,5 Tonnen genügt auch der Pkw-Führerschein. Daher vor dem Mieten unbedingt darauf achten, wie viele Kilogramm zugeladen werden dürfen. Nicht zu knapp kalkulieren: 200 Kilo sind schneller beisammen als gedacht – auch ohne die Hanteln fürs Fitnesstraining.
Bei jeder sich bietenden Gelegenheit ist es ratsam, den Wassertank komplett aufzufüllen. Schließlich gibt es für diejenigen, die nicht täglich auf einem Campingplatz nächtigen, nur zwei Faktoren, die die Unabhängigkeit des Campens nach ein paar Tagen doch wieder ein bisschen einschränken: die Toiletten-Entleerung und Wassermangel.
Weitere Informationen: Links zu Vermietern in Deutschland: www.camperdays.de , www.mcrent.de , https://indiecampers.com , https://Autovermietung.adac.de . Tipp: Vermietung gebrauchter Camper von Privatleuten unter www.paulcamper.de .