Eine besondere Ballonfahrt ist am Sonntag auf der Esslinger Burg gestartet. Hier gibt es die schönsten Impressionen in Bildern und Video.
Der Ballonfahrer Martin Binder steht sonntagabends um 18 Uhr mit in die Hüften gestemmten Armen auf einer Wiese des äußeren Burgmauerrings in Esslingen und beobachtet den Himmel. Der Platz sei eng genug für den Start, „der Wind ist etwas böig durch die Sonne“, erklärt er. Die sechs Gewinner, die im Rahmen des Estivals an einer Verlosung der Mineralbrunnen Teinach GmbH teilgenommen haben, stehen etwas abseits und warten. Das Esslinger Stadtmarketing schenkt noch ein Gläschen Sekt für die Nerven aus. Höhenangst habe die 61-jährige Ulrike Zondler keine, nervös sei sie trotzdem. „Es ist die Ungewissheit, weil man nicht weiß, was passiert“, sagt sie. Ihr Mann Michael (64) sei ganz entspannt, das zweite Gläschen Sekt gegen die Angst nimmt er trotzdem.
„Ich hab noch nie was gewonnen, aber ich hab vorab schon gesagt: ‚Wir gewinnen das’“, sagt Lisa Höhn (32), die mit Philipp Feth (35) das kleine Abenteuer antritt. Dass man bei einem Ballon nur Auf- und Abstieg steuern könne, aber nicht die Richtung, bereite ihm etwas Sorgen.
Von Esslingen über den Flughafen Stuttgart
Ballonfahrer Martin Binder erklärt, wie die Fahrt vermutlich ablaufen wird. Von dieser Stelle sei er bislang noch nie gestartet. Die voraussichtliche Flugroute hält für die Passagiere eine Überraschung bereit: „Wir fliegen über den Flughafen Stuttgart“, erklärt Binder. Dazu sei er seit gestern im Austausch mit der Flughafenzentrale, damit es zu keinen Zwischenfällen komme. „Wir fahren in einer Höhe zwischen 1500 und 1700 Metern, damit wir über den Flughafen dürfen.“
Ballon schwebt über die Esslinger Burg
Man sieht den Gesichtern der sechs Gewinner an, dass die Spannung durch diese Neuigkeit etwas steigt. „Wird schon werden“, sagt Binder beruhigend. Dann geht es an den Aufbau des Ballons, bei dem die Passagiere mit anpacken dürfen. Die Kinder und Erwachsenen auf dem nahe gelegenen Spielplatz sind begeistert, als sich die riesige Hülle aufbläht – zumal der Brenner bald Stichflammen ins Innere wirft. Schon nach kurzer Zeit richtet sich der Ballon auf. Jetzt geht es schnell: Die Gäste steigen ein, und einige Flammen später schwebt das Luftgefährt über die Burgmauern und die Stadt in Richtung der Fildern davon. Bereits nach einer Stunde und 15 Minuten landen sie sicher in Aich.