Knorr-Bremse, Spezialist für Bremssysteme, siedelt seinen Entwicklungsstandort um. Von Schwieberdingen geht es nach Leonberg. Was sind die Gründe für den Umzug?
In Leonberg siedelt sich ein neues Unternehmen an: Knorr-Bremse mit Hauptsitz in München verlagert seinen Entwicklungsstandort von Schwieberdingen im Kreis Ludwigsburg in Leonbergs Riedwiesen. Das gab Leonbergs Oberbürgermeister Tobias Degode im Gemeinderat nun auch in großer Runde bekannt. Zuvor hatte er von seinem Unternehmensbesuch auch auf seiner Instagram-Seite berichtet.
Bei Knorr-Bremse handelt es sich um den Weltmarkt- und Technologieführer für Bremssysteme. Das seit 2018 an der Frankfurter Börse notierte Unternehmen ist zudem nach eigenen Angaben führender Anbieter weiterer innovativer Lösungen für die Bahn- und Nutzfahrzeugindustrie. „Mit der vollständigen Verlagerung des bisherigen Entwicklungsstandorts Schwieberdingen nach Leonberg stärkt Knorr-Bremse den Wirtschafts- und Beschäftigungsstandort Leonberg“, schreibt die Stadtverwaltung in einer offiziellen Mitteilung.
Knorr-Bremse: Verlagerung des Standorts soll bis Ende Februar abgeschlossen sein
Der neue Standort in den Riedwiesen befindet sich auf den Arealen, die zuvor von den Firmen DMG Mori und Formel D-Group genutzt wurden. Die Verlagerung soll bis Ende Februar 2026 abgeschlossen sein.
Im Rahmen eines Firmenbesuchs informierte sich Oberbürgermeister Tobias Degode über das Unternehmen, seine Technologien und Lösungen sowie die weiteren Pläne am neuen Standort. Dort investiert das Unternehmen in 300 Arbeitsplätze und zukunftsorientierte Technologien. „Die Ansiedlung von Knorr-Bremse ist ein starkes Signal für die Attraktivität unseres Wirtschaftsstandorts“, betont der OB. Leonberg biete Unternehmen verlässliche Rahmenbedingungen, kurze Wege und eine enge Begleitung durch die Wirtschaftsförderung. „Dass sich Knorr-Bremse für Leonberg entschieden hat, ist ein Gewinn für Beschäftigung, Innovation und Wertschöpfung vor Ort.“
Auch die Unternehmensseite zeigt sich zufrieden mit der Standortentscheidung. Bernd Christian, Standort- und Personalleiter von Knorr-Bremse in Leonberg, erklärt: „Wir haben uns unter 13 möglichen Standorten für Leonberg entschieden, weil wir hier eine wirtschaftsfreundliche Infrastruktur, ideale Arbeitsbedingungen und eine sehr konstruktive Unterstützung durch die Stadtverwaltung vorgefunden haben.“ Falk Hecker, Vice-President Engineering Brake Control, ergänzt: „Die Verlagerung unseres Entwicklungsstandorts von Schwieberdingen nach Leonberg verschafft uns hervorragende Voraussetzungen für die Weiterentwicklung unserer technologischen Lösungen.“
Leonberger Wirtschaftsförderer: Knorr-Bremse-Ansiedlung „ein großer Erfolg“
„Wir verstehen uns als Lotse zwischen Unternehmen, Verwaltung und Politik. Unser Ziel ist es, passgenaue Lösungen zu ermöglichen und Unternehmen langfristig am Standort zu binden“, erklärt Benjamin Schweizer, der Wirtschaftsförderer der Stadt Leonberg. Dass sich Knorr-Bremse in Leonberg ansiedele, sei ein großer Erfolg.
„Die Stadt Leonberg begleitet Unternehmensansiedlungen und -erweiterungen aktiv über ihre Wirtschaftsförderung, von der ersten Standortsuche über Genehmigungsprozesse bis hin zur langfristigen Entwicklung“, schreibt die Stadt ergänzend. Ziel sei es, Arbeitsplätze zu sichern, neue Perspektiven zu schaffen und die wirtschaftliche Vielfalt der Stadt weiter zu stärken. „Mit der Verlagerung des Knorr-Bremse-Standorts nach Leonberg wird dieser Weg konsequent fortgesetzt.“