Vor britischer Küste 150 Menschen wegen mysteriöser Gaswolke in Behandlung

Von red/dpa 

Eine mysteriöse Gaswolke hat an der britischen Kanalküste bei Hunderten Menschen brennende Augen und gereizte Atemwege verursacht. Etwa 150 Menschen mussten behandelt werden.

Eine mysteriöse Gaswolke hat an der britischen Kanalküste bei Hunderten Menschen brennende Augen und gereizte Atemwege verursacht. (Symbolbild) Foto: dpa
Eine mysteriöse Gaswolke hat an der britischen Kanalküste bei Hunderten Menschen brennende Augen und gereizte Atemwege verursacht. (Symbolbild) Foto: dpa

Eastbourne -

Eine mysteriöse Gaswolke an der englischen Südküste hat für Rätselraten gesorgt. Die Chemie-Schwaden waren am Sonntag plötzlich am Strand und den Klippen bei Birling Gap rund 100 Kilometer südlich von London aufgetaucht. Danach klagten mehr als 100 Menschen über tränende Augen, Halsschmerzen und Atemprobleme und ließen sich medizinisch behandeln. Die Symptome waren am Montag wieder weg und die Polizei sprach von einem „isolierten Vorkommnis, von dem wir nicht erwarten, dass es wieder vorkommt“. Woher die Wolke kam, war aber nach wie vor unklar.

„Was immer es war, es roch wie verbranntes Plastik“, sagte Bob Jefferey von der britischen Seerettungsorganisation RNLI. „Gestern hing sie dort und bewegte sich nicht, weil es keinen Wind gab. Jetzt scheint sich die Wolke aber aufgelöst zu haben.“

Schadstoffwolken treiben über Ärmelkanal

Des öfteren treiben Schadstoffwolken von französischen Industriebetrieben über den Ärmelkanal an die englische Küste. Doch die Windrichtung vom Wochenende mache das diesmal unwahrscheinlich, hieß es von der Polizei. „Weder das Gas noch seine Quelle sind bisher festgestellt worden, aber die Behörden ermitteln weiter und haben weder Ursprungsorte an der Küste oder vor der Küste ausgeschlossen.“ Der Meteorologe Jay Merrell sagte, möglicherweise sei ein Schiff dafür verantwortlich gewesen.

Am Sonntag hatten die Behörden Rettungsboote eingesetzt, um Menschen aus dem Dunst herauszubringen. Ein Krankenhaus, das Eastbourne District General Hospital, teilte mit, es habe 130 Personen behandelt. Die Gegend rund um Birling Gap ist landschaftlich besonders reizvoll und steht unter Naturschutz.