Vorbereiten auf die Hitze Rasensprenger am Marienplatz

Die Steinfläche auf dem Marienplatz wird schnell zu einer Art Herdplatte. Foto: Achim Zweygarth
Die Steinfläche auf dem Marienplatz wird schnell zu einer Art Herdplatte. Foto: Achim Zweygarth

Am Samstag soll der Stuttgarter Temperaturrekord gebrochen werden. Das stellt die Organisatoren der Veranstaltungen, die in der ganzen Stadt stattfinden, vor einige Planänderungen.

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Ein Ende der Hitzewelle ist noch nicht in Sicht, im Gegenteil: Am Samstag könnte sogar ein neuer Temperaturrekord für Stuttgart erreicht werden. Bereits am Donnerstag hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) auf dem Schnarrenberg 35 Grad Celsius registriert, mit bis zu vier Grad mehr rechnen die Meteorologen am Samstag. Die wärmste Temperatur, die der DWD auf dem Schnarrenberg bisher gemessen hat, ist vom 9. August 2003 und liegt bei 38,1 Grad Celsius. Der Sonntag wird etwas kühler, aber unmerklich für den menschlichen Körper, sagt Klaus Riedl vom Wetterdienst: „Es werden wahrscheinlich trotzdem wieder 37 Grad werden.“ Die Gewitterneigung wird zunehmen, jedoch hauptsächlich im Schwarzwald. In der Region Stuttgart soll es trocken bleiben.

Organisatoren werden kreativ

Die Organisatoren der verschiedenen Veranstaltungen am Wochenende stellt die Hitzeperiode zwar nicht vor größere Probleme, aber sie macht sie kreativ. So stehen auf dem Marienplatz in den kommenden Tagen Rasensprenger – Rasen gibt es dort aber keinen. Damit die Gäste des Marienplatzfestes es an einem der heißesten Orte in der Innenstadt aushalten, stellen die Macher die Regenanlagen auf, kündigt der Organisator Reiner Bocka an. „Wir haben auch Planschbecken auf dem Platz verteilt“, fügt er hinzu.

Planänderungen sind in diesen heißen Zeiten auch andernorts an der Tagesordnung. So haben sechs Kinderbetreuungseinrichtungen im Stuttgarter Westen ihren für Freitag geplanten „Hortcup“ verschoben. „Die Entscheidung fiel am Dienstag“, sagt eine Erzieherin des Regenbogenhauses. Das Turnier werde man im September erneut ansetzten.

Die Deutsche Bahn musste am Donnerstag eine Verbindung nach Stuttgart streichen: Ein Eurocity blieb in Heidelberg liegen, weil in sieben von neun Waggons die Klimaanlage ausgefallen war. „Bei diesen Temperaturen kann man einen Zug ohne Klimaanlage nicht einsetzen“, sagte ein Bahnsprecher.

Mittwoch könnte es eine kleine Abkühlung geben

Am Montag und am Dienstag wird das Thermometer wieder über die 30-Grad-Marke klettern, bereits in der Nacht zu Mittwoch könnten Gewitter eine kühlere Wetterperiode in den Südwesten bringen. Freunde des Sommers müssen davor aber keine Angst haben: Sommerlich wird es trotzdem bleiben.




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