Vorbild Roger Federer Beim Angeln gelingt die Entspannung

Philipp Hesse ist neuer Cheftrainer der Oeffinger Tennisspieler. Foto: P/atricia Sigerist
Philipp Hesse ist neuer Cheftrainer der Oeffinger Tennisspieler. Foto: P/atricia Sigerist

Philipp Hesse ist seit Mai neuer Cheftrainer der Tennisabteilung des TV Oeffingen. Der Fokus des B-Lizenz-Inhabers und Familienvaters liegt auf der Jugendarbeit.

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Oeffingen - Ein unbekanntes Gesicht ist Philipp Hesse auf der Tennisanlage des TV Oeffingen schon lange nicht mehr. In der vergangenen Corona-Saison hat er bereits im Verbandsliga-Team der Männer aufgeschlagen. Seit Mai dieses Jahres ist er nun als Nachfolger von Bogdan Ivascu auch noch hauptverantwortlicher, aber auch weiterhin bei den Vorzeige-Männern mitspielender Cheftrainer der Abteilung.

Dass Philipp Hesse, der am kommenden Montag 32 Jahre alt wird, sein Hobby einmal zum Beruf machen würde, war ihm selbst schon früh klar. In Bonn geboren, hat er seine ersten 15 Lebensjahre in Belgien verbracht, wo es die Eltern der Berufe wegen hinverschlagen hatte. Als Vierjähriger begann er dort mit dem Tennissport und avancierte zum Jugend-Auswahlspieler. „Mit zwölf stand ich jeden Tag auf dem Platz und habe trainiert“, sagt Philipp Hesse, dessen großes Vorbild früh schon Roger Federer hieß. Daran hat sich nichts geändert. „Wenn er spielt, sieht das immer ästhetisch aus. Außerdem ist er einfach auch ein sympathischer Typ.“

Philipp Hesse hat seine Kindheit in Belgien verbracht

Seit die Familie Hesse vor 15 Jahren wieder nach Deutschland zurückgekehrt ist, lebt Philipp Hesse in Bad Cannstatt – mittlerweile mit seiner Lebensgefährtin Bianca, die einst Tänzerin in einer Karnevalsgarde war, sowie seit fünf Monaten mit Töchterchen Aurelia. Der familiäre Nachwuchs war auch ein Grund, warum der B-Lizenz-Trainer seinen Dienst beim TC Wendlingen/Neckar aufgegeben und stattdessen beim TV Oeffingen angefangen hat. „Ich war die viele Fahrerei einfach satt“, sagt Philipp Hesse, der zuvor sechs Jahre in der Tennisabteilung der SV Böblingen angestellt war und ebenfalls viele Stunden im Auto verbrachte. Als TVOe-Trainer könne er nun deutlich mehr Zeit mit der Tochter verbringen, zumal er derzeit nur an zwei Vormittagen Training gibt. Insgesamt steht er allerdings zwischen 30 und 40 Stunden in der Woche auf dem Tennisplatz.

Der Trainer steht zwischen 30 und 40 Stunden in der Woche auf dem Platz

Mit den Männern des TV Oeffingen, die am Sonntag, 10 Uhr, gegen den TC Lauffen ihr erstes Heimspiel in diesem Jahr bestreiten, will er in dieser Saison auf jeden Fall den Klassenverbleib schaffen – und dann im Sommer darauf, spätestens aber 2023, ein deutlich verjüngtes Team ins Rennen schicken. „Mein Fokus liegt auf der Jugendarbeit“, sagt Philipp Hesse. Deshalb wird der leidenschaftliche Angler („Da kann ich komplett abschalten und entspannen“) in der ersten und letzten Sommerferienwoche auch ein Kinder- und Jugendcamp anbieten.

Als Trainer legt Philipp Hesse größten Wert auf Pünktlichkeit und – sportlich gesehen – auf die Technik. Wenn die nicht stimme, könne man es nicht weit bringen. Seine eigenen Stärken sieht er im Aufschlag sowie im Rückhand-Slice. Verbesserungswürdig sei hingegen seine Kondition.




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