Vorhofflimmern, Kammerflimmern und Co. Warum sind Herzrhythmusstörungen bei Diabetes-Kranken besonders gefährlich?

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4. Diabetiker besonders gefährdet

Diabetiker leiden häufig an Vorhofflimmern Foto: dpa-Zentralbild
Wer an Diabetes erkrankt ist, bei dem leiden häufig auch die Herzmuskelfasern: Auch die elektrische Weiterleitung funktioniert oft nicht mehr, weshalb ein unregelmäßiger Herzrhythmus eine häufige Begleiterkrankung des Diabetes ist, heißt es bei der Deutschen Herzstiftung. Insbesondere das Vorhofflimmern macht den Diabetiker-Herzen zu schaffen, wie Udo Sechtem vom wissenschaftlichen Beirat der Stiftung bestätigt: „Diabetiker haben oft kleine Narben in der Herzkammer aber auch in den Vorhofwänden“, sagt der Chef der Kardiologie vom RBK Stuttgart. „Die Narben in der Herzkammer machen diese steifer.“ Das führt zu einem erhöhten Druck in den Vorhöfen, was ein mechanischer Auslöser von Vorhofflimmern sein kann. „Auch können die Narben in den Vorhofwänden selbst der Ursprung von elektrischen Zusatzaktivitäten sein, die dann das Vorhofflimmern einleiten.“ Doch nur etwa bei der Hälfte aller Patienten macht sich das Vorhofflimmern mit Beschwerden bemerkbar wie Herzklopfen, Herzrasen, Luftnot, Brustschmerzen und Schwindel. Deshalb raten die Experten der Herzstiftung gerade Diabetikern, auf ihren Herzrhythmus zu achten, um Vorhofflimmern aber auch andere Störungen rechtzeitig zu erkennen: „Zum Beispiel zeigen Blutdruckgeräte meist Unregelmäßigkeiten des Pulses an. Auch kann man selbst den Puls fühlen.“ Wichtig ist, diese Unregelmäßigkeiten sofort abklären zu lassen. Denn die größte Gefahr, die vom Vorhofflimmern ausgeht, ist der Schlaganfall, weil durch den unregelmäßigen Herzschlag Gerinnsel entstehen. Und diese können, vom Blutstrom mitgeschleppt, auch ein Gefäß im Gehirn verschließen.

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