Vorhofflimmern, Kammerflimmern und Co. Dürfen Patienten mit Vorhofflimmern Sport treiben?

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6. Sport kann bei Vorhofflimmern helfen

Bei Herzerkrankungen kann moderater Freizeitsport helfen Foto: dpa
Bitte Ruhe! Das galt lange Zeit für Herzpatienten. Doch inzwischen ist klar: Moderate regelmäßige Bewegung kann auch kranke Herzen trainieren und regt generell den Kreislauf an. „Wie viel Sport dem jeweiligen Patienten gut tut, muss der behandelnde Kardiologe entscheiden“, sagt Udo Sechtem vom Robert-Bosch-Krankenhaus. Generell aber gilt: Fünfmal die Woche eine halbe Stunde flottes Spazierengehen, Walken, Radfahren oder Joggen sind ein gutes Trainingspensum, das auch Patienten mit Vorhofflimmern absolvieren können. „Es gibt keine Hinweise, dass Belastungen mit niederer oder mittlerer Intensität, wie sie beim Freizeitsport üblich sind, zu einer Häufung des Vorhofflimmerns führen“, sagt Thomas Nordt vom Klinikum Stuttgart. Anders sieht es bei Patienten mit Kammertachykardien aus. Diesen wird von intensivem Sport abgeraten, weil sich die Herzrhythmusstörung verstärken kann, sagt Udo Sechtem. Grundsätzlich gilt: Patienten, die unter Schwindelattacken leiden und deren Herzrhythmus nicht gut eingestellt werden kann, sollten Risikosportarten wie Klettern, Hochalpines Bergsteigen, Tauchen oder Windsurfen eher meiden. Auch wer Gerinnungshemmer verordnet bekommen hat, sollte keinen Sport treiben, bei dem man sich schnell verletzt.

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