Vorlage Grundschulempfehlung in Stuttgart Elternvertreter bleiben kritisch

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Der Gesamtelternbeirat spricht sich gegen die Vorlage der Grundschulempfehlung aus. Die Elternbeiratsvorsitzende Kathrin Grix hat einen Alternativvorschlag.

Unterricht an einem Gymnasium Foto: dpa
Unterricht an einem Gymnasium Foto: dpa

Stuttgart - Der Gesamtelternbeirat (GEB) der Stuttgarter Schulen lehnt die verpflichtende Vorlage der Grundschulempfehlung weiterhin ab. Obwohl die Stuttgarter Gymnasien bei der Schulanmeldung im vergangenen März erstmals wieder weniger Kinder ohne Gymnasialempfehlung registrierten, bleibt der GEB bei seiner kritischen Haltung. „Wir sind schon immer gegen eine verpflichtende Vorlage der Grundschulempfehlung“, sagt deren Vorsitzende Kathrin Grix. Grund für die Ablehnung sei unter anderem die vorzeitige Einordnung der Kinder in Schubladen. Grix fordert dagegen intensivere Beratungsgespräche sowohl an der Grundschule als auch an der weiterführenden Schule, um den Eltern die richtige Entscheidung zu erleichtern.

Persönlichkeit des Kindes ist wichtiger

Wie berichtet, durften Eltern ihre Kinder in diesem Jahr zwar an der Schule ihrer Wahl anmelden, mussten dort aber die Grundschulempfehlung vorlegen. Holger zur Hausen, geschäftsführender Leiter der Stuttgarter Gymnasien, hat daraufhin festgestellt, dass nur noch rund zehn Prozent der Eltern ihre Kinder ohne die entsprechende Empfehlung am Gymnasium angemeldet hatten. Im Vorjahr waren es noch 15,5 Prozent. Das führt er neben der Vorlage der Empfehlung auch auf ein Beratungsangebot an den Schulen zurück.

„Die Eltern müssen natürlich von Anfang an schauen, dass das Kind nicht überfordert ist“, meint auch Grix. Jedoch seien die gesunkenen Zahlen schwierig zu beurteilen. Die Angabe der eigentlichen Empfehlung sei bis zum vorigen Jahr freiwillig gewesen und einen Schulabgang könnte man nicht zwangsläufig darauf zurückführen. „Durch die Verbindlichkeit halten die Eltern sich eher daran. Sie macht die Empfehlung jedoch nicht richtiger“, so Grix. Der GEB plädiert für eine mehr auf die Persönlichkeit des Kindes ausgerichtete Beratung in der Grundschule und ein Gespräch an der weiterführenden Schule nach den ersten Wochen. Die Lehrer müssten die Schüler erstmal kennenlernen, um deren Eignung zu beurteilen.