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Vorschau Saison 2020/2021 Aufregende Entdeckungen bei der südwestdeutschen Konzertdirektion (SKS) Russ

Von gab 

Es ist wie bei fast allem im Leben: Die richtige Mischung verspricht höchsten Genuss. Deswegen sind im Konzertprogramm der Südwestdeutschen Konzertdirektion (SKS) Russ für die kommende Saison große Namen ebenso präsent wie aufregende Neuentdeckungen.

Schöne Aussichten für die neue Saison bei der südwestdeutschen Konzertdirektion Russ: Geiger Nemanja Radulovic (Mitte) kommt am 17. März 2021 mit seinem Ensemble Double Sens. Foto: Veranstalter
Schöne Aussichten für die neue Saison bei der südwestdeutschen Konzertdirektion Russ: Geiger Nemanja Radulovic (Mitte) kommt am 17. März 2021 mit seinem Ensemble Double Sens. Foto: Veranstalter

Außergewöhnliche Abende werfen auf alle Fälle ihre Schatten voraus: zum Beispiel der 8. Mai 2021. Die Bamberger Symphoniker bringen mit diesem Konzert die Schauspielmusik zu Johann Wolfgang von Goethes Schauspiel „Egmont“ nach Stuttgart. Komponiert hat sie Ludwig van Beethoven. Ein besonderes Schmankerl ist die Veranstaltung nicht nur deswegen, weil diese Musik nicht so häufig zu hören ist. Kein Geringerer als Klaus Maria Brandauer wird zur Musik die entsprechenden Texte lesen.

Klangerlebnisse abseits des Gängigen bringen zwei innovative Formationen in die Stuttgarter Liederhalle. Der Geiger Nemanja Radulovic kommt am 17. März 2021 mit seinem Ensemble Double Sens. In Stuttgart ist der serbische Künstler kein Unbekannter, der gemeinsame Auftritt mit seinem Ensemble ist jedoch eine Premiere. Temperament, Leidenschaft und Klangfarbenpracht verspricht das Programm mit Kompositionen und Bearbeitungen seines Landsmannes Aleksandar Sedlar.

Nicht weniger intensiv dürfte es am 17. Mai 2021 werden, wenn das Orquestra Johann Sebastian Rio auftritt. Der Name legt es nahe: Hier begegnen sich die barocke Kunst von Johann Sebastian Bach und brasilianisches Feuer. Sie weben auf virtuose Weise eine Brücke, die sowohl knapp 400 Jahre und 10.000 Kilometer verbinden. Violinist Linus Roth bringt das Ensemble erstmals nach Europa.

Italienische Barockmusik und ein Wiedersehen der Meisterpianisten

Zu Unrecht ein wenig in Vergessenheit geraten ist ein kleines Instrument, das dessen ungeachtet große Musik erklingen lassen kann: die Blockflöte. Die mehrklappige Querflöte stellte ihre kleine Schwester vor allem seit dem 19. Jahrhundert zunehmend in den Schatten. Wie schön, dass Maurice Steger am 13. Dezember 2020 mit I Musici di Roma nach Stuttgart kommt, um verschiedene Perlen der italienischen Barockmusik teilweise aus den Tiefen der Archive wieder im Licht der Öffentlichkeit leuchten zu lassen.

Neues Terrain betritt die traditionsreiche Südwestdeutsche Konzertdirektion Erwin Russ am 11. Dezember 2020: Geistliche Musik steht dann auf dem Programm, genauer Johann Sebastian Bachs h-Moll-Messe in der Reihe der Meisterkonzerte. So verwundert die hochkarätige Besetzung nicht. Dirigent Thomas Hengelbrock kommt mit dem von ihm gegründeten Balthasar-Neumann- Ensemble einschließlich Chor und Solisten am 11. Dezember 2020.

Klavierliebhaber dürfen sich auf ein Wiedersehen mit den Meisterpianisten und Evgeny Kissin freuen. Daniil Trifonov kommt als Solist zusammen mit der Russischen Nationalphilharmonie am 3. November 2020, Evgeny Kissin gibt in der Reihe der Meisterpianisten am 3. März sein Solo-Recital mit kleinen, feinen Chopin-Werken.

Anne-Sophie Mutter und Freunde bei SKS Russ

Eine feste Größe im Jahresprogramm der SKS Russ ist immer Anne-Sophie Mutter. In der Saison 2020/21 kommt sie am 10. November 2020 mit Freunden und Stipendiaten ihrer Stiftung: Ye-Eun Choi (Violine), Vladimir Babeshko (Viola) und Daniel Müller-Schott (Cello). Auf dem Programm steht neben Werken Ludwig van Beethovens auch Zeitgenössisches von Jörg Widmann.

Eine akustische Entdeckung ist sicherlich auch das Trio Colombet, das am 18. April 2021 zu Gast sein wird. Mit dem Violinisten Pierre Colombet und dem Cellisten Raphael Merlin besteht das Trio zu zwei Dritteln aus Mitgliedern des herausragenden Quatuor Ebène. Dritter im Bund ist Pianist Hyung-ki Joo vom Ensemble Igudesman & Joo. Gemeinsam präsentieren sie Werke von Claude Debussy, Maurice Ravel und Johannes Brahms.