Der VfB Stuttgart setzt auf Kontinuität. So soll sich nach langen Jahren des sportlichen Misserfolgs und der vereinspolitischen Unruhe beim Fußball-Bundesligisten endgültig alles zum Guten wenden, um sich national dauerhaft in der Tabelle oben festzusetzen und regelmäßig auf internationaler Bühne aufzuspielen. Die Vertragsverlängerung mit Alexander Wehrle bildet in diesem Kontext den vorerst letzten Baustein.
Bis 2030 soll der ehrgeizige Vorstandsvorsitzende der VfB AG als einer der Architekten des Aufschwungs fungieren. Zuvor hatte sich schon der umworbene Trainer Sebastian Hoeneß zum VfB bekannt und auch der konsequente Sportvorstand Fabian Wohlgemuth ist noch länger gebunden. Sie stellen die Hauptakteure dar, um das Trio herum wirken aber ebenso der Sportdirektor Christian Gentner sowie die Vorstandsmitglieder Thomas Ignatzi (Finanzen) und Rouven Kasper (Marketing). Mit der Wahl von Dietmar Allgaier zum Präsidenten herrscht zudem an dieser Position Klarheit, um die Zukunft mit ihren Herausforderungen zu gestalten.
Gemeinsam hat ein Großteil der Genannten das finanzielle Fundament gegossen, auf dem die Stuttgarter weiter aufbauen wollen, um den Erfolg nachhaltig zu machen. Wie schwierig das Vorhaben ist, einen neuen VfB zu alter Stärke zurückzuführen, zeigt sich jedoch in dieser Saison, dem Jahr nach der überraschenden Vizemeisterschaft. Die Mannschaft kämpft in der Liga gegen das Mittelmaß, steht gleichzeitig aber im Finale des DFB-Pokals. Das bietet einerseits die Chance auf einen historischen Triumph. Andererseits benötigt der VfB die damit verbundene Qualifikation für die Europa League, um für Spieler attraktiv zu bleiben. Nur so kann das Team reifen, wie es sich Wehrle und Co. vorstellen.