Vorwurf an Ministerpräsidenten SPD kritisiert Beratertätigkeit von Kretschmanns Sohn

Die SPD wirft Ministerpräsident Kretschmann unlautere Motive vor. Foto: dpa
Die SPD wirft Ministerpräsident Kretschmann unlautere Motive vor. Foto: dpa

Bei der Initiative zur Bewahrung des schwäbischen Dialekts berät Winfried Kretschmanns Sohn das Staatsministerium. Die SPD wirft dem Ministerpräsidenten unlautere Motive vor.

WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Stuttgart - Der Sohn von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) berät das Staatsministerium bei dessen Initiative zur Bewahrung des schwäbischen Dialekts. Dies tue er unentgeltlich, teilte die Regierungszentrale auf eine Anfrage der oppositionellen SPD in Stuttgart mit, aus der die „Heilbronner Stimme“ und der „Mannheimer Morgen“ (Donnerstag) zitierten.

SPD-Generalsekretär Sascha Binder wirft Kretschmann nach Angaben der Zeitungen trotzdem unlautere Motive vor. Kretschmann gebe seinem Sohn die Gelegenheit, sich beruflich zu präsentieren und Kontakte zu knüpfen.

Reisekosten wurden erstattet

In der Antwort des Staatsministeriums heißt es, für die Anreise zu einer Expertenrunde am 28. Juni 2018 seien Johannes Kretschmann die Reisekosten erstattet worden. Bei der Dialekttagung am 7. Dezember 2018 in Stuttgart habe er einen Thementisch moderiert und auch hierfür kein Honorar erhalten.

Zudem habe das Staatsministerium in den vergangenen acht Jahren bei fünf Reden im Austausch mit Johannes Kretschmann gestanden. Auch hierfür habe er keine Entgelt bekommen. „Wir sehen darin kein Problem“, sagte eine Sprecher des Staatsministeriums auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.




Unsere Empfehlung für Sie