VVS-Angebot Zehner-Tages-Ticket ist der Renner bei Kunden in Stuttgart und Region

Andrea Heidenwang ist die zehntausendste Kundin. Hier mit kaufmännischer Vorstand der SSB, Mario Laube (l.), und VVS-Geschäftsführer  Thomas Hachenberger. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski
Andrea Heidenwang ist die zehntausendste Kundin. Hier mit kaufmännischer Vorstand der SSB, Mario Laube (l.), und VVS-Geschäftsführer Thomas Hachenberger. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

10 000 Kunden haben bislang das Zehner-Tages-Ticket erworben. Ein Erfolg für den Verkehrsverbund Stuttgart, dem die Pandemie schwere Einbußen beschert hat.

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Stuttgart - Auf Kunden wie sie ist das am 1. April eingeführte 10er-Tages-Ticket des VVS zugeschnitten: „Das ist ja perfekt für mich“, stellte Andrea Heidenwag fest, als sie das neue Angebot entdeckte, das nur über Smartphone gekauft werden kann, flexibel ist und Fahrten um mehr als 20 Prozent verbilligt. Denn die 52-Jährige fährt zwei- bis dreimal in der Woche von Korb zu ihrem Arbeitsplatz in einem Anwaltsbüro im Stuttgarter Heusteigviertel. Ein Abo lohnt sich nicht, mit der Viererkarte kostet die Zwei-Zonen-Fahrt mit Bus, S-Bahn und Stadtbahn 6,04 Euro. Jetzt zahlt sie für zehn Fahrten 45,90 Euro. Für Andrea Heidenwag hat sich das Angebot sogar doppelt gelohnt: Weil sie am 6. September als zehntausendste Käuferin des 10er-Tages-Tickets registriert wurde, gab es nun Glückwünsche von Mario Laube, kaufmännischer Vorstand der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB), und VVS-Geschäftsführer Thomas Hachenberger, dazu Blumen, einen Einkaufsgutschein und ein kostenloses Ticket.

Zahl der Abo-Kunden in der Pandemie stark gesunken

Für den VVS verkörpert Andrea Heidenwag den Erfolg des neuen Angebots, das Mario Laube Teil einer Marktoffensive nennt. Denn Pandemie und Lockdown haben dem Unternehmen schwere Einbußen beschert. Im April 2020 habe man, so Hachenberger, nur noch 20 Prozent der Fahrgäste gehabt. Die Zahl der Abo-Inhaber, in guten Jahren 80 Prozent der 330 Millionen Fahrgäste, sei um 20 Prozent gesunken. Bund und Land hätten das Defizit von 120 Millionen Euro ausgeglichen, aber man müsse den Trend stoppen. Zur Marktoffensive gehören auch die Rückzahlung einer halben Monatsrate an Pendler, ein Nachlass von 40 Euro an Studierende und das Angebot für Abo-Inhaber, in den Sommerferien alle Nahverkehrsmittel im Land und zwei Wochen im September sogar in ganz Deutschland zu nutzen.




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