VVS-Tarif für 2018 Diesen Rabatt bekommt das 9-Uhr-Ticket

Fahrgäste müssen 2018 wieder mit einer Fahrpreiserhöhung rechnen. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski
Fahrgäste müssen 2018 wieder mit einer Fahrpreiserhöhung rechnen. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Der VVS steht vor einer grundlegenden Änderung seines Tarifsystems, die am Dienstag von Stuttgarts OB Kuhn vorgestellt wird. Änderungen soll es bei den Tarifzonen und dem 9-Uhr-Ticket geben.

Lokales: Thomas Durchdenwald (dud)

Stuttgart - Wie geht es weiter mit den Tarifen im VVS? Diese Frage wird seit dem vergangenen Jahr, als sich massive Kritik aus der Regionalversammlung und den Kreistagen an der Tariferhöhung von 1,9 Prozent entzündete, intensiv hinter den Kulissen diskutiert. Am Dienstag stellen OB Fritz Kuhn und VVS-Geschäftsführer Horst Stammler „kurz- und mittelfristige Tarifmaßnahmen“ vor. Die SPD fordert im Vorfeld erneut eine umfassende Tarifreform. „Wir müssen einen großen Wurf wagen“, sagt SPD-Regionalchef Thomas Leipnitz. Doch dieser Plan fand keine Mehrheit in der jüngsten Sitzung des regionalen Verkehrsausschusses.

Mehrere Tarifthemen hechelten die Regionalräte innerhalb von mehr als zwei Stunden durch. Ihre Beschlüsse sind aber allenfalls Empfehlungen, entschieden wird darüber in den Gremien des VVS – und dabei hat die Stadt Stuttgart als Aufgabenträgerin und Besitzerin des wichtigsten Verkehrsunternehmens SSB eine Hauptrolle. Sie drückt sich auch darin aus, dass der Stuttgarter Oberbürgermeister Aufsichtsratsvorsitzender des VVS ist. Insofern gibt Kuhn am Dienstag die Richtung vor, Beschlüsse der Aufsichtsräte von SSB und VVS gibt es nach übereinstimmenden Angaben von Mitgliedern aber noch nicht. Tariferhöhung An der Erhöhung um 1,9 Prozent zum Jahresbeginn 2017 gab es deutliche Kritik. Dennoch wird intern damit gerechnet, dass die Fahrpreise auch zum 1. Januar 2018 angehoben werden. Die SSB schlagen einen Aufschlag von mindestens 2,2 Prozent vor. Allerdings gibt es im politischen Raum – vor allem bei SPD und Linken – Forderungen nach einer Nullrunde, zumal die Fahrpreiseinnahmen schon heute 60 Prozent der Kosten decken.




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