Jetzt ging es doch ganz schnell: Der Schrott-Passat am Leonberger Freibad ist verschwunden. In der Lücke auf dem Leobad-Parkplatz sind nur noch die Reste einer Flüssigkeitslache sowie ein paar Reifenabdrücke zu sehen. Von dem VW mit polnischen Kennzeichen fehlt jede Spur.
Schrott-Passat: stapelweise Strafzettel unter den Scheibenwischern
Mindestens seit September 2025 hatte der VW Passat älteren Baujahres auf dem Parkplatz vor dem Freibad gestanden. Unter den Frontscheibenwischern hatten sich zeitweise die Strafzettel der Stadtwerke gestapelt – es dürfte sich ein Betrag von mehreren Tausend Euro angesammelt haben. Die Scheibe hatte auf der Fahrerseite einen massiven Sprung, außerdem war das Fahrzeug wohl nicht mehr ganz dicht.
Woher das Auto stammte, war offenbar nicht mehr genau nachzuvollziehen – abgesehen von den polnischen Kennzeichen. Nun ist es also weg. Wie Theresa Stiller von der Pressestelle der Stadt Leonberg auf Nachfrage bestätigt, hat der Landkreis das Fahrzeug abtransportiert. Der Prozess der Entsorgung sei bereits in der vergangenen Woche im Gang gewesen und habe sich mit der Zeitungsanfrage überschnitten.
„Bei nicht entfernten Fahrzeugen wird das zuständige Landratsamt Böblingen informiert, das die weiteren behördlichen Schritte übernimmt“, hatte Leila Fendrich, Pressesprecherin der Stadtverwaltung Leonberg, in der vergangenen Woche auf die Anfrage geantwortet.
Passat dürfte verschrottet werden – Polizei sieht keine Hinweise auf Straftat
In der Regel werden verlassene Autos im Anschluss verschrottet. Dieses Schicksal dürfte auch dem Passat zuteil werden. Dass das Fahrzeug für eine Straftat benutzt wurde, hatte die Polizei bereits in der vergangenen Woche verneint. „Hätte die Polizei Kenntnis von einer Straftat im Zusammenhang mit dem Auto, würde es nicht mehr dort stehen“, hatte André Kielneker, Pressesprecher des zuständigen Polizeipräsidiums Ludwigsburg, klargestellt.
Dass die Strafzettel bezahlt werden, ist unwahrscheinlich. „Da kein Halter identifiziert werden konnte, kann nichts in Rechnung gestellt werden“, so Theresa Stiller. Damit geht das Kapitel „Schrott-Passat“ für die Stadt durchaus unbefriedigend zu Ende.