Waffenversteck bei Elitesoldat Bewährungsstrafe für 46-jährigen KSK-Soldaten

Der Angeklagte, ein ehemaliger Bundeswehrsoldaten des Kommandos Spezialkräfte, in einem Saal des Landgerichts Foto: dpa/Sebastian Willnow
Der Angeklagte, ein ehemaliger Bundeswehrsoldaten des Kommandos Spezialkräfte, in einem Saal des Landgerichts Foto: dpa/Sebastian Willnow

Im Prozess gegen einen KSK-Soldaten hat das Landgericht Leipzig den Angeklagten zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Das Gericht sprach den suspendierten Soldaten unter anderem wegen Verstößen gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz schuldig.

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Leipzig - Jahrelang hortete ein Elitesoldat des Kommandos Spezialkräfte (KSK) Waffen, Sprengstoff und Munition in seinem Garten in Nordsachsen - dafür muss er aber nicht ins Gefängnis. Das Landgericht Leipzig verurteilte den 46-Jährigen am Freitag zu einer Haftstrafe von zwei Jahren wegen Verstößen gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz, das Waffengesetz und das Sprengstoffgesetz. Das Gericht setzte die Strafe jedoch zur Bewährung aus.

Die Generalstaatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von zweieinhalb Jahren gefordert, die Verteidigung eine Bewährungsstrafe. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

In Kisten, Eimern und Säcken hatte der Oberstabsfeldwebel der 2. Kompanie des KSK ein gefährliches Arsenal in seinem Garten in Collm (Landkreis Nordsachsen) vergraben: Zwei Kilogramm professionellen Sprengstoff, mehrere Tausend Stück Gewehr- und Pistolenmunition, ein Sturmgewehr AK47, eine Armbrust, eine Nebelhandgranate sowie Schusswaffen und Waffenteile. Bei der Durchsuchung des Hauses hatten die Ermittler im Mai 2020 zudem Schriften mit rechtsextremen Inhalten entdeckt. Nach umfangreichen Ermittlungen war dem Angeklagten aber kein rechtsradikaler Hintergrund nachgewiesen worden.




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