Wahl der Ersten Beigeordneten in Gerlingen Beigeordnete deutlich im Amt bestätigt

M. Koch-Haßdenteufel Foto: factum/Granville
M. Koch-Haßdenteufel Foto: factum/Granville

Die einzige Kandidatin für den Posten der stellvertretenden Bürgermeisterin erhält 19 von 21 Stimmen. Ein Konkurrent war frühzeitig abgesprungen.

Ludwigsburg: Franziska Kleiner (fk)
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Gerlingen - Die alte ist auch die neue Erste Beigeordnete der Stadt Gerlingen. Der Gemeinderat hat Martina Koch-Haßdenteufel am Mittwochabend mit einem deutlichen Ergebnis im Amt bestätigt. Sie bekam 19 der 21 abgegebenen Stimmen. Die 46-Jährige war die einzige Kandidatin. Ein weiterer Kandidat hatte seine Bewerbung während der Bewerbungszeit zurückgezogen. „Ich möchte mich ganz herzlich bedanken für das sehr, sehr gute Ergebnis“, sagte die stellvertretende Bürgermeisterin in einer ersten Reaktion. Mit Blick auf die Aufgaben in ihrer acht Jahre währenden Amtszeit ließ sie die Stadträte wissen, dass es genug zu tun gebe: „Uns wird es bestimmt nicht langweilig werden.“

Martina Koch-Haßdenteufel hat ihre berufliche Laufbahn im Alter von 24 Jahren in der Gerlinger Stadtkämmerei begonnen, vier Jahre später wurde sie zu deren Leiterin gewählt. Zehn Jahre später, mit 38, wurde sie zur Ersten Beigeordneten der Stadt. Neben dem Bürgermeister gratulierten ihr auch die Vertreter der Fraktionen. Sie sei eine Frau, „die weiß, was sie will und für was sie steht“, formulierte es der Freie Wähler Horst Arzt.

Er sprach als am längsten amtierender Rat im Namen des Gremiums. Auch mit Blick auf die offenbar gute Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister Georg Brenner sagte er: „So ein Duo gibt es im mittleren Neckarraum nicht noch einmal.“

Koch-Haßdenteufel war 2009 ins Amt gewählt worden. Damals war sie gegen den Amtsinhaber Wolfgang Steng angetreten.

Die Aufgaben in den nächsten Jahren: „Einer unserer Hauptaufgaben sehe ich darin, die erfolgreich begonnene Integration unserer neuen Mitbürger fortzuführen“, sagte Koch-Haßdendeufel. Heimisch zu werden „kann nur gelingen, wenn unsere Kindertageseinrichtungen, Schulen, Vereine, Volkshochschule gemeinsam unsere Kultur, Sprache und Gebräuche vermitteln.“ Den Schwerpunkt der Arbeit sehe sie in der Vermittlung von Bildung, ebenfalls muss der Zugang zum Arbeitsmarkt erfolgen.“ Sie betonte die Vielfalt der Jugendarbeit, sprach die Bereiche Bildung und Betreuung an, mahnte aber auch zum Haushalten. Ihre Aufgabe sei es, die Verwaltung, den Gemeinderat und die Bevölkerung darin zu erinnern, dass auch eine gute städtische Finanzsituation begrenzt ist.




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