Wahl zur Miss Germany Stuttgarterin schafft es in die nächste Runde

Von Eileen Breuer 

Bei Miss Germany ist eine von zwei Kandidatinnen aus der Landeshauptstadt weitergekommen: Sarah-Liv Weyler aus Dürrlewang.

Mit ihrer Teilnahme möchte Sarah-Liv Weyler anderen Frauen mit angeblichen Schönheitsmakeln Mut machen. Sie selbst hat die Weißfleckenkrankheit. Foto: Eileen Breuer
Mit ihrer Teilnahme möchte Sarah-Liv Weyler anderen Frauen mit angeblichen Schönheitsmakeln Mut machen. Sie selbst hat die Weißfleckenkrankheit. Foto: Eileen Breuer

Dürrlewang - Nicht mehr die Maße sollen beim ehemaligen Schönheitswettbewerb im Vordergrund stehen. Bei Miss Germany hat sich ein Imagewandel vollzogen. Der Wettbewerb geht damit mit der Zeit: Statt Schönheitsideale zu propagieren, steht seit der Neuausrichtung des Contests die Vision der Teilnehmerinnen im Vordergrund.

Gleich zwei Kandidatinnen aus Stuttgart haben sich dieses Jahr um den Titel beworben. Sie beide traten mit ihrer Vision an, um in die nächste Runde zu gelangen. Für die Influencerin Madita Dorn, die an der Hochschule der Medien studiert hat, haben die Stimmen im Voting nicht gereicht. Sarah-Liv Weyler dagegen ist eine Runde weiter und hat es somit unter die Top fünf aus Baden-Württemberg geschafft.

„Ich bin dankbar, meine Vision weiterhin verbreiten und Menschen mit angeblichen Schönheitsmakeln so stärken zu können“, sagt Weyler. Die 35-Jährige aus Stuttgart-Dürrlewang leidet seit ihrer Kindheit an Vitiligo. Die Pigmentstörung hat zur Folge, dass sich auf ihrer Haut weiße Flecken bilden. Diese kaschierte sie aus Angst vor Hänseleien jahrelang. Denn aufgrund der weißen Stellen musste sie sich Beleidigungen wie „Pandabär“ oder „Flecki“ anhören.

Über Weißfleckenkrankheit aufklären

Mit ihrer Teilnahme möchte die Service-Managerin im Facility-Management eines Modeunternehmens anderen Mut machen, zu sich zu stehen. Außerdem ist es ihr Anliegen, über die Weißfleckenkrankheit, wie die Hauterkrankung auch genannt wird, aufzuklären – zum Beispiel darüber, dass die Hautveränderungen nicht ansteckend sind. „Das Feedback, was bisher eingegangen ist, ist herzerwärmend.“ So schrieb ihr zum Beispiel jemand, dass sie ein Vorbild sei.

Während bisher jeder online darüber abstimmen konnte, wer von den Teilnehmerinnen den Sprung in die nächste Runde schafft, liegt die Entscheidung nun in den Händen der Jury. Diese entscheidet unter anderem auf Basis von Fragebögen, die die Teilnehmerinnen ausfüllen, wer weiterkommt. Für zwei Kandidatinnen aus jedem Bundesland geht die Reise dann weiter. Sarah-Liv Weyler hofft, darunter zu sein: „Jetzt ist der Ehrgeiz geweckt, unter die Top 32 zu kommen.“




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