Wahlatlas Stuttgart Feinstaubwähler stimmen anders

Digital Unit: Jan Georg Plavec (jgp)
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8. Die von Feinstaub und Stuttgart 21 direkt betroffenen Wähler strafen die Grünen ab. Besonders in den Wahlbezirken an der Diemershalde, im Kernerviertel und am Neckartor verlor die Siegerpartei von 2009 viele Stimmen. Damals holten die Grünen noch um die 40 Prozent; 2013 kamen sie am Neckartor noch auf 25 beziehungsweisee 27 Prozent der Stimmen. Im Kernerviertel stürzten die Grünen von 37 auf 30 Prozent ab.

9. Das Bündnis SÖS dagegen konnte sein Ergebnis in diesem Teil Stuttgarts weitgehend halten. Im Kernerviertel holte SÖS mit 15,8 Prozent sogar sein bestes Ergebnis. Direkt am Neckartor jedoch verschlechterte sich das Bündnis von 16 auf 9,9 Prozent. Eine Folge der weiterhin nicht gelösten Feinstaubproblematik?

10. Die Mühlhausener wissen nicht, ob sie die AfD mögen oder nicht. Im einen Wahlbezirk holte der Stuttgarter Ableger der euroskeptischen Partei sein bestes Ergebnis (13,2 Prozent), direkt daneben nur 2,6 Prozent.

11. Die AfD-Kandidaten Lothar Maier und Eberhard Brett, die für die Stadtbezirke Mitte und West im Gemeinderat sitzen, haben ausgerechnet dort in etlichen Wahlbezirken nur unterdurchschnittlich abgeschnitten. Ausnahme: Eberhard Brett hat im Rotebühl gleich siebenmal mehr Stimmen geholt als seine Partei AfD.

12. Die Linke wildert in SPD-Gefilden. Ihr stuttgartweit bestes Ergebnis holt sie in Zuffenhausen-Mönchsberg und Im Raiser; auch in Freiberg ist sie stark.




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