Wahlen in Winnenden und Rudersberg Zwei Chefsessel müssen neu besetzt werden

Von Annette Clauß 

Für Rudersberg wird es am Sonntag ein spannender Wahlabend: sechs Bewerber konkurrieren um den Rathaussessel. In Winnenden hingegen ist jetzt schon klar, wer der neue, alte Oberbürgermeister sein wird.

Am Sonntag wird in Rudersberg eine neue Rathausspitze gewählt – falls einer von sechs Anwärtnern die absolute Stimmenmehrheit bekommt. In Winnenden hat der amtierende OB Hartmut Holzwarth keinen Konkurrenten. Foto: Pascal Thiel
Am Sonntag wird in Rudersberg eine neue Rathausspitze gewählt – falls einer von sechs Anwärtnern die absolute Stimmenmehrheit bekommt. In Winnenden hat der amtierende OB Hartmut Holzwarth keinen Konkurrenten. Foto: Pascal Thiel

Winnenden/Rudersberg - In zwei Kommunen im Rems-Murr-Kreis stehen an diesem Wochenende Wahlen an: Rudersberg und Winnenden suchen einen Rathauschef. Wobei bereits vor der Wahl klar ist, dass der neue Oberbürgermeister von Winnenden der alte sein wird. Denn Hartmut Holzwarth ist der einzige Bewerber für den Posten, den er im Jahr 2010 als Nachfolger von Bernhard Fritz angetreten hat. Der damals 40-jährige Bürgermeister von Creglingen setzte sich vor acht Jahren mit knapp 73 Prozent der Stimmen gegen zwei Mitbewerber durch, einer davon war und ist der Erste Bürgermeister von Winnenden, Norbert Sailer.

Stellenwechsel von Martin Kaufmann

In Rudersberg hingegen dürfte der Wahlabend spannend werden: immerhin sechs Bewerber, eine Frau und fünf Männer, möchten künftig die Geschicke der 11 000-Seelen-Gemeinde im Wieslauftal lenken. Falls kein Bewerber die absolute Mehrheit für sich verbuchen kann, steht am 4. Februar ein zweiter Urnengang an. Die Wahl ist nötig, weil der bisherige Amtsinhaber Martin Kaufmann (SPD) seit Anfang Dezember Oberbürgermeister der Stadt Leonberg im Landkreis Böblingen ist.

Relindis Pfisterer heißt die einzige Frau in der Bewerberrunde. Die Mittfünfzigerin arbeitet als Bildungsreferentin an der Akademie Ländlicher Raum in Schwäbisch Gmünd und lebt seit Jahren im Rudersberger Teilort Steinenberg. Auch die Kandidaten Stefan Walter und Martin Herrmann sind in Rudersberg ansässig. Walter, ein gebürtiger Stuttgarter, ist mit Lisa Walter verheiratet, die bei der Bundestagswahl für die FDP antrat. Derzeit arbeitet der Betriebswirt für ein Versicherungsunternehmen in Stuttgart. Der Wirtschafts- und Gartenbauingenieur Martin Herrmann ist ebenfalls in der Landeshauptstadt und dort im Haus des Gartenbaus tätig.

Fünf Männer und eine Frau in Rudersberg

Ein Mann vom Fach ist Raimon Ahrens, der in der Verwaltung der Gemeinde Korb arbeitet – als Leiter des Haupt- und Ordnungsamtes. Ahrens, ein erklärter Fan des VfB Stuttgart, ist im Jahr 1989 in Filderstadt geboren und im Schorndorfer Stadtteil Schlichten aufgewachsen, wo er auch jetzt noch lebt. Mit Rüdiger Burkhardt hat ein weiterer Verwaltungsmann seinen Hut in den Ring geworfen – und zwar als allererster Bewerber. Derzeit ist der Bauingenieur als Fachbereichsleiter im Waiblinger Landratsamt tätig. Im vorvergangenen Jahr hatte er der Partei der Grünen Lebewohl gesagt und ist nun Mitglied der AfD. Kurz vor Bewerbungsschluss hat noch der Maschinenbaumechanikermeister Bernd Hegwer seine Kandidatur bekannt gegeben, auch er lebt in Rudersberg.