Wahlkampfveranstaltungen sorgen für Diskussionen Laschet attackiert Scholz wegen Versuchskaninchen-Äußerung

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz bei einer Wahlkampfveranstaltung in Berlin. Foto: dpa/Wolfgang Kumm
SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz bei einer Wahlkampfveranstaltung in Berlin. Foto: dpa/Wolfgang Kumm

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat bei einer Wahlkampfveranstaltung von Geimpften als „Versuchskaninchen“ gesprochen. Kritik von Armin Laschet kommt prompt. Doch wie war die Aussage eigentlich gemeint?

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Berlin - Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet hat dem SPD-Kandidaten Olaf Scholz Verantwortungslosigkeit vorgeworfen, weil er Geimpfte als „Versuchskaninchen“ bezeichnet hat. „Das ist eine unverantwortliche Antwort, die er da gibt“, sagte Laschet am Samstag auf dem Parteitag der CDU Brandenburg mit Hinweis auf Scholz-Äußerungen auf Wahlveranstaltungen. „Die Menschen sind keine Versuchskaninchen.“ Die Corona-Impfstoffe seien vor der Zulassung sorgsam untersucht worden. „Ich fordere Olaf Scholz auf, von solchen Begriffen Abstand zu nehmen.“ Auch Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kritisierte Scholz. „So eine Wortwahl ist eine Steilvorlage für die, die mit Halb- und Unwahrheiten Vertrauen untergraben wollen“, twitterte Spahn.

Was Scholz genau gesagt hat

Scholz hat auf Wahlkampfveranstaltungen beim Werben für das Impfen davon gesprochen, dass die mehr als 50 Millionen Geimpften in Deutschland „Versuchskaninchen“ für die noch nicht geimpfte Bevölkerung seien. Auch in einem Interview mit NRW-Lokalradios nutzt er nach Angaben des Radios NRW den Ausdruck: „50 Millionen sind jetzt zweimal geimpft. Wir waren ja alle die Versuchskaninchen für diejenigen, die bisher abgewartet haben. Deshalb sage ich als einer dieser 50 Millionen – es ist gut gegangen! Bitte macht mit!“, so der SPD-Kanzlerkandidat laut Mitteilung der Redaktion.

Auch Diskussion um Laschet und ein Gespräch mit einem Impfgegner ohne Maske

CDU-Chef Laschet verwahrte sich auch gegen Kritik des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach. Dieser hatte kritisiert, dass der Unions-Kanzlerkandidat am Freitag bei einem Wahlkampfauftritt in Erfurt mit einem Impfgegner gesprochen hatte, der ohne Maske auf die Bühne gekommen war. „Wenn wir den Menschen nicht mehr zuhören, wenn wir nicht mehr Antwort geben, dann wird das gesellschaftliche Klima noch rauer werden als es derzeit schon ist“, sagte Laschet.




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