Wahlkreis Böblingen Biadacz zieht direkt ein, Toncar und Frohnmaier hilft Landesliste

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Marc Biadacz holt führt die CDU das Direktmandat und zieht als Nachfolger von Clemens Binninger, der aus persönlichen Gründen nicht mehr antrat, mit 38,8 Prozent der Erststimmen in den Bundestag ein. Nach zwei Legislaturperioden Pause hat Florian Toncar (FDP) wieder ein Mandat. Der dritte Bundestagsabgeordnete ist Markus Frohnmaier (AfD).

Marc Biadacz (Mitte) mit seiner Ehefrau Tine Stierle: Der neue CDU-Bundestagsabgeordnete ist vom Wahlausgang auf Bundesebene sichtlich enttäuscht. Foto: factum/Granville
Marc Biadacz (Mitte) mit seiner Ehefrau Tine Stierle: Der neue CDU-Bundestagsabgeordnete ist vom Wahlausgang auf Bundesebene sichtlich enttäuscht. Foto: factum/Granville

Böblingen - Bis auf Jasmina Hostert (SPD) gibt es eigentlich nur Wahlgewinner. Marc Biadacz hat klar das Direktmandat ergattert, was im schwarzen Landkreis zu erwarten gewesen war. Überzeugend hatte sich im Wahlkampf immer wieder Florian Toncar (FDP) gezeigt, der sein Resultat gegenüber 2013 auch mehr als verdreifachen konnte. Er zieht wie 2005 über die Landesliste in den Bundestag ein. 2009 und 2013 hatte es wegen der schlechten Platzierung und dann dem Scheitern der Partei an der Fünfprozenthürde nicht gereicht.

AfD ist erfolgreich

Was viele Beobachter befürchtet hatten, ist auch im Kreis eingetreten. Der AfD-Nachwuchspolitiker Markus Frohnmaier ist am rechten Rand erfolgreich auf Stimmenfang gegangen. Er liegt unter dem Bundesergebnis, bekommt aber ebenfalls über den Landeslistenplatz ein Mandat. Besser als im Bund wiederum schneidet Tobias Bacherle für die Grünen ab, der das Ergebnis gegenüber 2013 deutlich steigerte.

Die klare Wahlverliererin ist Jasmina Hostert (SPD). Wie Bacherle und Frohnmaier führte sie erstmals einen Bundestagswahlkampf. Traurig ist auch Richard Pitterle (Linke), der nach acht Jahren aus dem Bundestag ausscheidet. Seine Partei hatte ihn nicht auf die Landesliste gehoben.




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