Wahlplakat von Susanne Eisenmann FDP-Mann startet missglückten Konter

Ihre Wahlplakate haben Susanne Eisenmann viel Spott beschert. Foto: dpa
Ihre Wahlplakate haben Susanne Eisenmann viel Spott beschert. Foto: dpa

Susanne Eisenmanns Wahlplakate haben schon viel Spott geerntet. Ein FDP-Landtagskandidat wollte sie persiflieren. Doch das ging wohl gehörig in die Hosen.

Politik/ Baden-Württemberg: Eberhard Wein (kew)
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Stuttgart - Wollen wir wirklich von Susanne Eisenmann beschützt werden? Oder doch eher vor Susanne Eisenmann, was dann natürlich nur Winfried Kretschmann kann? Egal. Der Spruch auf dem Wahlplakat der CDU-Spitzenkandidatin hat schon für ordentlich Gesprächs- und Lästerstoff gesorgt, also im Grunde genau das, was man mit Werbung gemeinhin erreichen möchte. Nicht zuletzt bei der FDP gab es Entsetzen. „Ich will keinen Nanny/Nanni-Staat und bin völlig befremdet über einen solchen Slogan“, schrieb beispielsweise der FDP-Fraktionschef im Stuttgarter Regionalparlament, der Remsecker Kai Buschmann, auf Facebook.

Der Weinheimer FDP-Landtagskandidat Alexander Kohl legte nun noch eins drauf und kontert auf nicht minder großen Plakaten: „Wollen wir nicht alle freier werden?“ Leider hat er den Spruch durchgängig in Großbuchstaben gedruckt, weshalb der Leser nun nicht entscheiden kann, ob es sich nicht auch um eine Solidaritätsadresse an das im gegenwärtigen Corona-Lockdown darbende horizontale Gewerbe handeln könnte: „Wollen wir nicht alle Freier werden?“

Tatsächlich hat er das Plakat nur in den sozialen Medien gepostet und nicht an die Straßenränder gestellt. Doch die Komik ist wohl in Teilen unfreiwillig. „Er wollte das Eisenmann-Plakat persiflieren. Das ging buchstäblich in die Hose“, kommentierte Derya Türk-Nachbaur auf Twitter, SPD-Bundestagskandidatin im Schwarzwald-Baar-Kreis, der das Plakat auf Facebook aufgefallen war.

Die Reaktionen fallen gemischt aus. „Da macht sich doch irgendeine Agentur einen Scherz mit uns?“, meinte einer. Ein anderer vermutete eine besonders gewiefte, auf Reichweite zielende Werbekampagne dahinter. Wieder ein anderer stellte trocken fest, die Plakate seien stimmig: „Freier auf der einen und ‚Beschützer’ der Sexarbeiterinnen auf der anderen Seite fasst es doch ganz gut zusammen“. Eisenmann als Puffmutter? „Lass die beiden mal machen“, findet einer.

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