Wahlprogramm Kreistag Böblingen Bei der Hesse-Bahn gibt’s weiterhin Streit

Von Florian Mader 

Fast eine halbe Milliarde Euro hat der Landkreis Böblingen jedes Jahr zu verteilen. Was damit passiert, entscheidet sich bei der Wahl der Kreisräte in der kommende Woche. Dann geht’s um Verkehr, Müll, die Krankenhäuser und Soziales.

Die Parteien werben mit ihren Programmen um Stimmen. Foto: LKZ
Die Parteien werben mit ihren Programmen um Stimmen. Foto: LKZ

Böblingen - Für immerhin 460 Millionen Euro sind die Kreisräte im Kreis Böblingen verantwortlich. So viel umfasst der Haushalt des Landratsamtes – und was mit den vielen Millionen geschieht, entscheiden die Kommunalpolitiker.

Allüberall Ortsgespräch derzeit ist die Wahl der Gemeinderäte, die sichtbarer und näher an den Bürgern der Städte und Gemeinden agieren. Dabei stehen am Superwahltag am übernächsten Sonntag weitere Abstimmungen an: Neben dem Europaparlament und der Versammlung des Verbands Region Stuttgart ist das eben jener Kreistag. Die ehrenamtlichen Kreispolitiker verantworten nicht nur viele Millionen, sondern kontrollieren auch den Landrat und das Landratsamt mit seinen immerhin 1200 Mitarbeitern und geben die Leitlinien der Kreispolitik vor.

Bildung und Soziales sind wichtige Themen im Kreis, der Nahverkehr, Gesundheit, Landwirtschaft und Umweltschutz. Die Kreisräte entscheiden über den Bau und den Betrieb der Berufsschulen, legen die Grundsätze der Abfallwirtschaft und die Höhe der Müllgebühren fest, entscheiden über den Bau von Kreisstraßen und über die Förderung des Nahverkehrs und der Krankenhäuser.

623 Kandidaten (219 Frauen und 404 Männer) kämpfen um einen der 72 Sitze im Kreistag. Unter den Bewerbern sind übrigens auch vier Bürger mit einem Pass aus einem anderen EU-Land. Aber was wollen die Parteien und Wählervereinigungen in den kommenden fünf Jahren erreichen?




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