Freundliches Frühlingswetter in Stuttgart am Wahlsonntag: Milde Temperaturen und Sonnenschein bieten ideale Bedingungen für den Gang zur Wahlurne.

Volontäre: Janina Link (jali)

Milde Temperaturen, viel Sonne und höchstwahrscheinlich kein Regen: Am Wahlsonntag erwartet die Menschen in Stuttgart voraussichtlich freundliches Frühlingswetter. Gute Voraussetzungen also für den Gang zum Wahllokal.

 

„Bis Sonntag haben wir eigentlich keine Probleme mit dem Wetter“, sagt Marc Joußen vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Während im Schwarzwald auf den Gipfellagen vereinzelte Schauer möglich seien, bleibe es in den Niederungen – und damit auch in Stuttgart – aller Voraussicht nach trocken.

„Die Temperaturen in Stuttgart bleiben bis Montag bei 18 Grad Maximum“, sagt Joußen. Landesweit bewegen sich die Werte demnach zwischen etwa 13 und 19 Grad, örtlich könnten sogar 20 Grad erreicht werden. Erst zu Beginn der kommenden Woche könnte das Wetter etwas wechselhafter werden. „Ab Montag wird es etwas unbeständiger“, so der Meteorologe.

Wirkt sich das Wetter auf die Wahlbeteiligung aus?

Große Regenmengen seien aber auch am Montag nicht zu erwarten. Schauer könnten sich zwar vom Bergland aus entwickeln und gegen Abend vereinzelt auch die Niederungen erreichen, die Wahrscheinlichkeit dafür sei jedoch gering. Der Tag mit der größten Chance auf Niederschlag sei nach derzeitigen Prognosen am ehesten noch der Dienstag.

Damit stehen die Chancen gut, dass das Wetter den Wahlgang in Baden-Württemberg nicht stark beeinflusst. Am Sonntag wählen die Bürgerinnen und Bürger einen neuen Landtag – und tatsächlich kann das Wetter eine Rolle dabei spielen, wie viele Menschen ihre Stimme abgeben.

„Auch wenn die Datengrundlage nicht eindeutig ist, deuten eben eine Vielzahl von Arbeiten darauf hin, dass schlechtes Wetter am Wahltag mit sinkender Wahlbeteiligung zusammenhängt – bei übermäßigem Niederschlag und Schneefall“, sagte die Politologin Jessica Haak von der Universität Hamburg dem MDR im vergangenen Jahr anlässlich der Bundestagswahl.

Mildes Wetter für Wahlspaziergang

Der Grund dafür ist vergleichsweise simpel. Viele Menschen wägen Aufwand und Nutzen eines Wahlgangs gegeneinander ab. Schlechtes Wetter kann diese Rechnung verändern: Der Weg zum Wahllokal wird unangenehmer, bei Regen oder Kälte steigt die Hemmschwelle. Bei mildem, trockenem Wetter lässt sich der Gang zur Wahlurne dagegen leicht mit einem Spaziergang verbinden.

Auch politisch könnte das Wetter eine Rolle spielen – zumindest deuten einzelne Studien darauf hin. „Wir haben auch zwei Studien aus Deutschland und den Niederlanden, die nahelegen, dass Regen einen positiven Effekt für konservative Parteien hat. Allerdings geht aus diesen Studien nicht wirklich hervor, warum ausgerechnet Konservative von schlechtem Wetter profitieren sollten“, so Haak.

Für Stuttgart sieht es am Wahlsonntag jedenfalls nach guten Wetterbedingungen aus.