Die Fußgängerbrücke am Waiblinger Bahnhof war sieben Wochen gesperrt. Die neuen Stufen sind deutlich rutschfester.

Für etliche Bewohner der Siedlungen, für Mitarbeiter von Unternehmen und auch für die Menschen in der Asylunterkunft südlich der Bahngleise in Waiblingen (Rems-Murr-Kreis) ist dies eine erfreuliche Nachricht: Der mehrere Wochen gesperrte Schofersteg ist mittlerweile repariert. Wie die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit im Waiblinger Rathaus mitteilt, ist der „Verbindungssteg BW 24“, wie er von den Fachleuten im offiziellen Jargon bezeichnet wird, am Bahnhof zum Bereich Innerer Weidach jetzt wieder geöffnet.

 

Da die Brücke nicht direkt auf dem Bahngelände liegt, sondern eben über die Bahngleise führt, ist für die Überwachung der Substanz und gegebenenfalls für Reparaturen nicht die Deutsche Bahn, sondern die Stadt Waiblingen zuständig. Am 22. September 2025 hatte die Verwaltung mitgeteilt, dass der Steg aus Sicherheitsgründen umgehend gesperrt werden müsse.

Gefährliche Risse an einzelnen Stufen

Zur Begründung verwies eine Rathaussprecherin auf eine vorherige Begehung der Abteilung Straßen und Brücken der Stadt, bei der an mehreren Stufen einige Mängel festgestellt wurden. Eine Treppenstufe auf der Südseite, also in Richtung des vor allem von Pendlern genutzten Parkhauses Innerer Weidach, weise Risse auf. An einigen weiteren Stufen seien ebenfalls „kleinere Abplatzungen“ festgestellt worden. Dies könne durchaus zu gefährlichen Situationen führen.

Die Reparaturtrupps rückten an, wie S-Bahn-Passagiere auf dem Weg vom Lidl-Parkplatz zum Bahnsteig feststellen konnten, und haben die Schäden mittlerweile behoben. „Die in die Jahre gekommenen Treppenstufen aus Beton wurden durch neue aus Glasfaserkunststoff GFK ersetzt“, so die Auskunft der Rathaus-Pressestelle.

Steg benannt nach Kamin-Fabrikant Schofer

„Diese Stufen sind nicht nur rutschfester, sondern setzen sich mit ihrer sandfarbenen Beschichtung im Erscheinungsbild ab.“ Somit sei der Steg „nun wieder wie gewohnt nutzbar“.

Eine Brücke über die Bahngleise gab es an dieser Stelle bereits vor vielen Jahrzehnten. Die aktuelle Ausführung wurde im Jahr 1963 errichtet. Benannt ist der Steg nach Friedrich Schofer (1858 bis 1934). Der Fabrikant war Besitzer der nahe der Bahnlinie gelegenen Schofer Kamin- und Ziegelwerke und Erfinder der sogenannten Schofer-Kamine.