Innerhalb weniger Stunden verschwinden mehrere Fahrer nach Unfällen. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und setzt jetzt auf Mithilfe von Zeugen.

Rems-Murr : Frank Rodenhausen (fro)

Es sind diese kurzen Momente der Unachtsamkeit – ein Ruck, ein Kratzen, ein dumpfer Stoß. Doch statt anzuhalten, wird weitergefahren, als sei nichts gewesen: Genau das scheint sich derzeit im Rems-Murr-Kreis zu häufen. Gleich drei Unfallfluchten meldet das Polizeipräsidium Aalen am Donnerstagmorgen.

 

Die Spur aus Blechschäden zieht sich durch Waiblingen, Schorndorf und Backnang, verbunden durch dasselbe Muster: anstoßen, weiterfahren, verschwinden.

Unfallfluchten in Waiblingen, Schorndorf und Backnang

In Waiblingen trifft es am Mittwochabend einen geparkten Dacia in der Heinrich-Küderli-Straße. Ein unbekannter Autofahrer beschädigt das Fahrzeug und fährt davon. Der Schaden: rund 5000 Euro. Kein Zettel, kein Hinweis.

Auch in Schorndorf bleibt mehr zurück als ein Missgeschick. Gegen 17.30 Uhr rangiert ein Autofahrer über einen freien Parkplatz in der Georg-von-der-Vring-Straße. Ein Pfosten der Parkplatzbegrenzung wird zum Hindernis – und zum Opfer. Statt sich zu kümmern, verlässt der Fahrer die Unfallstelle unerlaubt.

Zur Mittagszeit in Backnang das gleiche Bild: Zwischen 11.30 und 12.30 Uhr wird im Häfnersweg ein geparkter Mazda beschädigt, vorne links. Der Verursacher? Unbekannt. Auch hier: keine Spur, keine Reue, nur Sachschaden.

Die Polizei hat in allen drei Fällen Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.

Zeugen können sich wenden an:

  • Polizeirevier Waiblingen, Telefon 07151/950422
  • Polizeirevier Schorndorf, Telefon 07181/2040
  • Polizeirevier Backnang, Telefon 07191/9090

Was bleibt, ist mehr als verbogenes Metall: ein wachsendes Gefühl von Rücksichtslosigkeit im Straßenraum. Wer flieht, hinterlässt nicht nur Schaden – sondern auch Verantwortung, die andere tragen müssen.