Waldenbuch Das Hallenbad wird endgültig zum Sorgenkind
In Waldenbuch erweist sich die Sanierung des Bads als äußerstproblematisch. Die schon beschlossene Projektsteuerung kommt nun doch nicht.
In Waldenbuch erweist sich die Sanierung des Bads als äußerstproblematisch. Die schon beschlossene Projektsteuerung kommt nun doch nicht.
Die Sanierung des Gartenhallenbads bleibt das wichtigste Projekt in Waldenbuch. Wie bedeutend es ist, machte eine Zuhörerin in der letzten Gemeinderatssitzung deutlich, die extra deswegen zur Einwohnerfragestunde gekommen war.
Zunächst gab sie bekannt, dass sie seit 40 Jahren wöchentlich im Bad schwimmen gehe. Dann wollte sie wissen: „Der ehemalige Finanzminister von Nordrhein-Westfahlen, Norbert Walter-Borjans, hat ein Buch über Steuerhinterziehung geschrieben. Hier geht es um die Sicherung von Milliarden für die Gemeinden. Kann man solches Geld nicht verwenden?“, fragte sie in die Runde. Bürgermeister Chris Nathan versicherte ihr, dass man alles daran setzen würde, die Sanierung des Bades umzusetzen. Das Thema Steuerhinterziehung würde jedoch nicht zu den Aufgabengebieten der Stadt gehören.
Der Gemeinderat beschloss später einstimmig die Aufhebung der erst im Juni 2024 beschlossenen Projektsteuerung. Die damals mit etwa 15 000 Euro veranschlagte europaweite Ausschreibung sollte zur Kostenoptimierung und zur Sicherstellung der Einhaltung der Projektziele beitragen. Nachdem nun zwei Angebote eingegangen sind, musste jedoch festgestellt werden, dass diese weit über der Kostenschätzung von rund 350 000 Euro liegen. Nicht machbar, beschoss der Rat. Nun soll die Projektsteuerung durch das städtische Bauamt mit dem Planungsbüro Fritz Planung GmbH, der als Generalplaner bestellt ist, erfolgen, erklärte Bauamtsleiter Heiko Böttcher.
Kein Zurück gab es bei der Vergabe der Leistungen eines externen Energieberaters. Diese mussten beschränkt ausgeschrieben und auch beauftragt werden, da sie Auflage des Förderprogramms im Rahmen der Sanierung sind. Einstimmig beschloss der Rat daher die Vergabe der Leistungen zur Energieberatung in Höhe von rund 49 000 Euro an das Ingenieurbüro Winkler und Partner GmbH aus Stuttgart.
Auch in Zukunft wird es noch Diskussionen um die Sanierung des Hallenbads geben. Bürgermeister Nathan hatte es in der letzten Oktobersitzung betont: „Der Nachtragshaushalt kommt Anfang 2025, dann muss nochmals über das Hallenbad entschieden werden. Denn die Sanierung gefährdet die finanzielle Zukunft der Stadt.“