Waldfee und Waldschrat Botschafter des Schwäbischen Waldes gesucht

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Eine bezaubernde Fee und ein verschrobener Schrat: Unabhängig voneinander suchen derzeit der Fremdenverkehrsverein und eine Facebook-Gruppe ihre Botschafter des Schwäbisch-Fränkischen Waldes.

Leonie Treml ist die derzeitige Waldfee – wer wird ihr nachfolgen? Foto: Veranstalter/Habermann
Leonie Treml ist die derzeitige Waldfee – wer wird ihr nachfolgen? Foto: Veranstalter/Habermann

Rems-Murr-Kreis - Wer möchte Fee Nummer acht werden? Junge Frauen sind derzeit aufgerufen, sich als Kandidatinnen zur Wahl der Schwäbischen Waldfee 2020 zu stellen. Die Figur war von der Fremdenverkehrsgemeinschaft Schwäbischer Wald ins Leben gerufen worden, um auf Festen, Messen und sonstigen Events für die Region zu werben. „Das hätte sich vor sieben Jahren wohl niemand träumen lassen, dass wir damit solche Besucher- und Medienaufmerksamkeit erzielen. Das liegt an unseren tollen Schwäbischen Waldfeen, die diese Idee ausfüllen und mit Begeisterung leben“, meint dazu der Landrat des Rems-Murr-Kreises, Richard Sigel.

Im vergangenen Jahr war die Fee von der 24-jährigen Alfdorferin Leonie Treml verkörpert worden. Die Begegnungen mit den Kindern werden ihr wohl am meisten im Gedächtnis bleiben: „Durch ihre Augen wird die Schwäbische Waldfee Wirklichkeit“, sagt Treml rückblickend.

Eine Jury kürt die Schwäbische Waldfee am 8. März

Die Bewerbungsfrist läuft noch bis 26. Februar. Im vergangenen Jahr war sie verlängert worden, in diesem Jahr dürfen sich auch ehemalige Feen noch einmal bewerben. Dabei können sich die Privilegien, die das Amt mit sich bringt, sehen lassen: Jede Fee erhält neben etwas Geld für ihre Auftritte ein Feenkleid des Schorndorfer Modelabels Riani, ein Cabrio als Dienstwagen, ein professionelles Fotoshooting für Autogrammkarten und kostenlose Friseurbesuche.

Hier gibt es die Bewerbungsunterlagen zur Waldfee

Wer am 8. März die Jury aus Landrat, Bürgermeistern und ehemaligen Waldfeen von sich überzeugen möchte, muss allerdings ein paar Voraussetzungen mitbringen. Der Lebensmittelpunkt der Fee sollte in einem Ort im Schwäbischen Wald liegen, sie sollte volljährig sein – und Freude daran haben, für ihre Heimat in der Öffentlichkeit die Werbetrommel zu rühren.

Eine Facebookgruppe sucht den „Waldschrat“

Ein anderer – wenn auch inoffizieller – Wald-Botschafter wird für noch gut eine Woche in der Facebookgruppe „Rund um den Schwäbisch-Fränkischen Wald“ gesucht. Seit zwei Jahren küren die inzwischen rund 2000 Mitglieder der Gruppe den „Schwäbischen Waldschrat“. Einst scherzhaft als männlich-verschrobenes Gegenstück zur Waldfee gedacht, wurde das Amt bisher zweimal in Folge von dem Backnanger Sven Vollbrecht bekleidet.

Vollbrecht tritt dieses Jahr nicht mehr an und macht Platz für einen von vier Kandidaten, die sich für 2020 zur Wahl gestellt haben. Pflichten hat ein freigeistiger Schrat wenige und mit einem Friseurbesuch würde man ihn kaum locken können. Der Schrat kann zu Feiern eingeladen werden und kommt vorbei – wenn es ihm beliebt. Oft ist er in ein offizielles Waldschrat-Shirt gekleidet, das manchmal feierlich mit Zylinder kombiniert wird.