Waldheim Bernhäuser Forst Eine Sanierung für die nächste Generation

Dem Spaß der Kinder tut dies kein Abbruch, doch das Gebäude auf dem Bernhäuser Forst Foto: Natalie Kanter
Dem Spaß der Kinder tut dies kein Abbruch, doch das Gebäude auf dem Bernhäuser Forst Foto: Natalie Kanter

Der Waldheimtrakt im Bernhäuser Forst muss dringend renoviert werden. Leinfelden-Echterdingen und Filderstadt wollen sich an den Kosten von 750 000 Euro beteiligen.

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Filder - Zum Wochenende kehrt im Bernhäuser Forst wieder Ruhe ein. Mit dem heutigen Tag enden die Waldheimferien. Während die sechs- bis zwölfjährigen Kinder und ihre Betreuer noch auf die ereignisreichen Tage zurückblicken, denkt man beim evangelischen Kirchenbezirk Bernhausen, dem Träger des Freizeitangebots, bereits an die Waldheimsaison 2014. Dann soll der Waldheimtrakt mit den Gruppenräumen im Bernhäuser Forst wieder in neuem Glanz erstrahlen.

„Man muss das Gebäude dringend sanieren“, sagt Harald Alber, ein Beauftragter des Kirchenbezirks. Der 1969 errichtete Trakt ist in die Jahre gekommen. Zudem muss in Sachen Brandschutz aufgerüstet werden, da aktuelle Vorschriften nicht mehr erfüllt werden können. 750 000 Euro wird der notwendige Umbau laut Berechnungen eines Architekten kosten.

Die Kirche braucht finanzielle Unterstützung

Um rechtzeitig zur neuen Waldheimsaison fertig zu werden, müsse Anfang 2014 mit der Renovierung begonnen werden, meint Alber. Die Grundstruktur der Anlage wolle man aber nicht verändern, ergänzt er. „Sie hat sich bewährt.“ Die Sanierung soll das Haus wieder fit machen für die nächsten 25 bis 30 Jahre – und damit für die nächste Generation Waldheimkinder.

Zur Finanzierung des Vorhabens setzt der Kirchenbezirk auf die Unterstützung der Städte Leinfelden-Echterdingen und Filderstadt, aus denen die jährlich etwa 450 Teilnehmer der Waldheimferien kommen. Zwar wollen sowohl der Träger als auch die Evangelische Landeskirche einen wesentlichen Beitrag selbst stemmen. Allerdings sagt Alber: „Wir brauchen Zuschüsse von den beiden Städte.“

Mitglieder der Gemeinderäte von Filderstadt und Leinfelden-Echterdingen haben sich bei einem Waldheimbesuch selbst über die notwendigen Sanierungsmaßnahmen informiert. In Filderstadt haben die Freien Wähler daraufhin einen Antrag bei der Stadtverwaltung eingereicht. Sie möchten, dass möglichst bald mit dem Umbau begonnen werden kann. Die Filderstädter Stadtverwaltung soll sich nach dem Wunsch der Fraktion in Absprache mit dem Träger um eine möglichst rasche Beratung der notwendigen Beschlüsse in den Gemeinderatsgremien bemühen. Ferner bitten die Freien Wähler darum, dass die Stadtverwaltung eine finanzielle Förderung der Sanierung „wohlwollend“ prüft.

Höhe des Zuschusses wird noch verhandelt

Filderstadts Erster Bürgermeister Andreas Koch stellt in Aussicht, dass sich beide Kommunen finanziell am Umbau beteiligen werden. Allerdings werde noch verhandelt, sagt er. „Über die Höhe ist man sich noch nicht einig.“

Ähnliches sagt auch Roland Klenk, Oberbürgermeister von Leinfelden-Echterdingen. „Wir sind mit Filderstadt im Gespräch“, erklärt er auf Anfrage. Er ist zuversichtlich, dass L.-E. mit der Nachbarkommune eine gemeinsame, abgesprochene Lösung findet. Mitte September sei vom Kirchenbezirk ein weiterer Besichtigungstermin auf dem Gelände des Bernhäuser Forstes anberaumt, bei dem Stadträte und Verwaltungsvertreter den in die Jahre gekommenen Waldheimtrakt in Augenschein nehmen können.

Der Rathauschef hält eine nennenswerte finanzielle Beteiligung der Städte an den geplanten Umbaumaßnahmen für gerechtfertigt. Das habe er im Grundsatz auch mit den Mitgliedern des Ältestenrates so besprochen. Filderstadt und Leinfelden-Echterdingen sollten gleich viel Geld zuschießen. Allerdings nicht in der Höhe, wie von der Kirche angefragt. Demnach wurde der Wunsch geäußert, dass die Kommunen die Hälfte der Gesamtsumme stemmen. „Darüber muss noch gesprochen werden“, sagt Roland Klenk.




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