Waldunfälle Baden-Württemberg will Rote Laterne loswerden

Seit Jahren hat Baden-Württemberg bei der Zahl der Unfälle im Staatswald die Rote Laterne unter den Bundesländern.(Symbolbild) Foto: dpa
Seit Jahren hat Baden-Württemberg bei der Zahl der Unfälle im Staatswald die Rote Laterne unter den Bundesländern.(Symbolbild) Foto: dpa

Seit Jahren hat Baden-Württemberg bei der Zahl der Unfälle im Staatswald die Rote Laterne. Dies will Forstminister Alexander Bonde mit Hilfe von Sicherheitscoaches und Schulungen nun ändern.

Seit Jahren hat Baden-Württemberg bei der Zahl der Unfälle im Staatswald die Rote Laterne. Dies will Forstminister Alexander Bonde mit Hilfe von Sicherheitscoaches und Schulungen nun ändern.

Stuttgart - Baden-Württemberg will eine Rote Laterne los werden: die bei der Zahl der Unfälle von Waldarbeitern. Trotz Millionen-Investitionen in moderne Arbeitsgeräte in den vergangenen drei Jahren seien die Unfallzahlen immer noch viel zu hoch, mahnte Forstminister Alexander Bonde (Grüne) am Samstag in Stuttgart. Seit Jahren hat Baden-Württemberg bei der Zahl der Unfälle im Staatswald die Rote Laterne unter den Bundesländern. Die meldepflichtigen Unfälle, nach denen der Arbeiter mehr als vier Tage ausfällt, bleiben konstant hoch um die 150 im Jahr, wie aus Zahlen des Ministeriums hervorgeht.

Früheren Berechnungen zufolge hat damit mehr als jeder sechste Waldarbeiter einen meldepflichtigen Unfall pro Jahr. Helfen soll jetzt eine „Partnerschaft für sichere Waldarbeit“, die das Land mit den Stadt- und Landkreisen geschlossen hat, wie Bonde mitteilte. Geschulte Sicherheitscoaches sollen die Waldarbeiter regelmäßig begleiten. Sicherheitsmängel, die sich in die Arbeitsabläufe eingeschlichen haben, sollen so aufgedeckt und künftig vermieden werden. Zudem soll es mehr Schulungen geben.

3500 Euro je Waldarbeiter und Jahr sind eingeplant, 3000 Euro vom Land, der Rest vom Landkreistag. Das Land gebe damit weitere drei Millionen Euro für mehr Arbeitssicherheit im Wald. In den letzten drei Jahren seien bereits 9,5 Millionen Euro in Arbeitsgeräte investiert worden. Dennoch liegt die Vergleichszahl der Unfälle pro eine Million Arbeitsstunden im Südwesten seit Jahren deutlich über dem Bundesschnitt und höher als in jedem anderen Bundesland.

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