Wales bei der EM 2021 Gareth Bale und Aaron Ramsey überragend – Türkei vor EM-Aus

Gareth Bale und Aaron Ramsey führten ihr Team zum Sieg. Foto: AFP/TOLGA BOZOGLU 37 Bilder
Gareth Bale und Aaron Ramsey führten ihr Team zum Sieg. Foto: AFP/TOLGA BOZOGLU

Angeführt von Superstar Gareth Bale feiert Wales seinen ersten Sieg bei der EM 2021. Die Türkei enttäuscht bei ihrem „Heimspiel“ in Baku derweil auf ganzer Linie.

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Baku - Angeführt von seinen Topstars Gareth Bale und Aaron Ramsey hat Wales der Türkei ihr „Heimspiel“ in Baku verdorben und die eigenen Fans weiter vom Achtelfinale bei der Fußball-Europameisterschaft träumen lassen. Die Mannschaft von Trainer Robert Page besiegte die von rund 30.000 enthusiastischen Anhängern unterstützten Türken am Mittwoch verdient mit 2:0.

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Vor den Augen des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan, seines aserbaidschanischen Amtskollegen Ilham Aliyev und UEFA-Chef Aleksander Ceferin erzielte Ramsey nach starker Vorarbeit von Bale in der 42. Minute das erste Tor. Connor Roberts (90.+5) sorgte für den Schlusspunkt.

Bale verpasste mit einem verschossenen Foulelfmeter (61.) zwar die frühe Entscheidung, doch mit vereinten Kräften brachten die „Drachen“ den Vorsprung über die Zeit. Mit dem Sieg und einem Remis gegen die Schweiz im ersten Spiel liegt Wales in Gruppe A voll im Soll. Die Türkei steht mit null Punkten nach zwei Partien dagegen vor dem Aus.

Wales immer wieder offensiv gefährlich

Die Türken, von der Ansetzung her die Gastgeber, reagierten auf die über weite Strecken harmlose Vorstellung gegen Italien (0:3). Trainer Senöl Günes brachte den früheren Schalker und Düsseldorfer Kaan Ayhan in der Innenverteidigung und setzte dafür den Eigentorschützen Merih Demiral zunächst auf die Bank. Cengiz Ünder sollte der Offensive anstelle von Yusuf Yazici mehr Durchschlagskraft verleihen.

Bei den Walisern führte Bale die gleiche Formation wie zuletzt auf den Rasen, auf dem die Spieler beider Mannschaften und Schiedsrichter Artur Dias aus Portugal als Protest gegen Rassismus vor Spielbeginn niederknieten. Mit ihrem eingespielten Team hatten die Waliser dann auch gleich die erste Torchance. Nach Vorarbeit von Bale scheiterte Ramsey (6.) am türkischen Schlussmann Ugurcan Cakir.

Vor der stimmungsvollen Kulisse begannen beide Teams schwungvoll. Trotz der „Türkiye, Türkiye“-Rufe von den Rängen hatte Wales den besseren Start. Nach einem wiederum vorzüglichen Zuspiel von Bale jagte erneut Ramsey den Ball freistehend aber weit über das Tor.

Die Türken wurden im Stadion nicht nur verbal, sondern auch optisch unterstützt. Vor der Arena wurden türkische und aserbaidschanische Fahnen verteilt, Tausende davon während des Spiels geschwenkt. Die beiden Nationen fühlen sich eng miteinander verbunden und bezeichnen sich als „Brüder“. Auch ein paar Riesenfahnen der Türkei waren ausgebreitet.

Keine Zielstrebigkeit im türkischen Spiel

Die Euphorie von den Rängen aber übertrug sich nur sporadisch. Wales’ Mittelfeldspieler Joe Morrell klärte zweimal vor der Torlinie gegen Ayhan (30.) und Caglar Söyüncü (31.). Doch mitten in einer Phase von türkischer Dominanz schlug Wales zu: Zum dritten Mal bediente Tottenham-Profi Bale seinen Offensivpartner Ramsey, der diesmal Cakir spielerisch überwand und dem EM-Halbfinalisten von 2016 eine 1:0-Pausenführung bescherte.

Mit zwei Wechseln - Demiral für Okay und Yazici für Ozan Tufan - versuchten die Türken, nach der Pause das Blatt zu wenden. Doch lediglich Kapitän Burak Yilmaz (54.) kam zu einer verheißungsvollen Möglichkeit, verfehlte das Tor aber deutlich.

Dann sorgte ausgerechnet Bale über ungläubiges Staunen und versteinerte Gesichter bei den walisischen Fans auf der Tribüne: Nachdem der 31-Jährige im Strafraum gefoult wurde, trat er selbst zum Elfmeter an - und schoss meterweit über das Tor. Kurz darauf schoss Cakir den Waliser an, von dem Ball nur um wenige Zentimeter vom türkischen Tor vorbei trudelte. Der auffälligste Akteur der Partie hatte in der 80. Minute eine weitere Chance. Dem anschließenden Druck der Türken in der hektischen Schlussphase mit Rangeleien zwischen den Spielern hielten die Waliser mühelos stand.




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