Wanderung auf den Hohenneuffen Von Aussicht zu Aussicht

Von Willi Siehler 

Die rund 13 Kilometer lange Rundtour führt von Beuren auf den Hohenneuffen.

Die Burg Hohenneuffen ist ein Ziel dieser Wanderung.Foto: dpa

Beuren - Am Albnordrand gibt es kaum eine Teilstrecke, die so viele Aussichtspunkte bietet wie der Abschnitt zwischen dem Brucker Fels und dem Hohenneuffen. Am Ende dieser Rundtour hat man Ausschau in alle vier Himmelsrichtungen gehalten. Außerdem bekommt man interessante Einblicke in die Geschichte des Heidengrabens. Einen besonderen Höhepunkt – im wahren Sinne des Wortes – bringt zum Schluss der Hohenneuffen. Glücklicherweise entging die Burg dem am Ende des Mittelalters allgemein üblichen Abbruch. Sie wurde stattdessen in den folgenden Jahrhunderten zur Festung ausgebaut. Die Auswahl der heutigen Wanderung erfolgte aus aktuellem Anlass: Seit Kurzem werden hier samstags und sonntags um 15 Uhr interessante Führungen angeboten.

Anfahrt

Auf der A 8 zur Ausfahrt 57, Kirchheim/Teck, weiter auf der B 465 bis Owen, von dort nach Beuren. Oder mit dem Regionalzug: www.bahn.de

Hier geht’s lang

1 Ausgangspunkt ist das Thermalbad in Beuren. Von dort gehen wir an der Kirche vorbei und rechts durch die Hauptstraße, die nach einer Linksbiegung in die Owener Straße mündet. Der folgende Weg ist mit blauem Dreieck markiert, das bald nach rechts in die Alte Steige weist, dann über die Landstraße hinweg und rechts abzweigend durch Wald zum Beurer Fels hinauf. Die wunderbare Aussicht reicht vom Hohenneuffen nach rechts über das Dettinger Hörnle, den Jusi und Florian. Hinter dem Hörnle ist am Horizont die Kuppe der Achalm zu erkennen.

2 Der folgende Weg führt über die Berghalbinsel Baßgeige, die diesen Namen ihrer Form verdankt. Wir wandern zunächst durch einen Sattel und biegen bald links in einen Pfad ab, der nahe dem Steilabfall zum Brucker Fels führt, mit schönem Ausblick ins Lenninger Tal und auf die Teck.

3 Es geht mit Zeichen rotes Dreieck weiter am Trauf entlang. Nach Waldaustritt am linken Waldrand abwärts, wo nach vier Minuten Wall und Graben einer Befestigungsanlage beginnen, welche die Baßgeige gegen die Albhochfläche absicherte. Wenige Schritte weiter wird der Heidengraben erreicht, der den Zugang aus den Tälern zur Albhochfläche versperrte.

4 Wir steigen durch das Tor zum Ortsrand von Erkenbrechtsweiler hinauf, überqueren die Straße, biegen rechts und bei der Kreuzung links ab. Danach geht’s nach links durch den Ort, an der Kreuzung rechts in die Obere Straße, bei Haus Nr. 56 wieder nach rechts und dann am Ortsrand zum Wald hinüber. Hier folgen wir 40 Minuten dem Rand des Steilabfalls bis zum Parkplatz und steigen zum Hohenneuffen empor. Die Rundschau von der Aussichtsplattform ist großartig. Sie umfasst weite Teile der Alb vom Hohenstaufen bis zum Dreifürstenstein, reicht bis zum Schwarzwald auf den Schönbuch, Stromberg, zu den Löwensteiner Bergen, zum Schurwald und Welzheimer Wald.

5 Beim Abstieg biegen wir, zum Sattel zurückgekehrt, links ab und steigen mit Markierung blaues Dreieck an der Skihütte vorbei nach Beuren hinab.

Kartentipp

Karte des Landesamtes für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg, 1:35 000, Blatt 19 Reutlingen – Bad Urach.

Einkehren

In Erkenbrechtsweiler, auf dem Hohenneuffen oder in Beuren