Hitzefrei bei 39 Grad: Esslingens Gymnasien lassen ihre Schülerinnen und Schüler früher nach Hause. Wie die Regelungen in Baden-Württemberg aussehen.
Die Sonne strahlt, der Schweiß tropft und es ist kein Ende in Sicht. Laut dem Deutschen Wetterdienst erwarten Esslingen in dieser Woche „sehr heiße“ Höchstwerte mit bis zu 39 Grad. Schülerinnen und Schüler, die bei diesen Temperaturen auf Hitzefrei gehofft haben, können sich freuen. Die stellvertretende Schulleiterin des Schelztor-Gymnasiums teilte Eltern am Montag per Mail mit, dass die Klassenstufen fünf bis zehn am Dienstag, 1. Juli, und Mittwoch, 2. Juli, nach der sechsten Stunde hitzefrei bekommen. Die Schulleitung habe sich in Absprache mit anderen Esslinger Gymnasien darauf geeinigt. Ob auch andere Schulen der Stadt ihren Schülerinnen und Schülern hitzefrei geben, ist nicht bekannt.
Wann ist es zu heiß zum Unterrichten?
Wann gibt es Hitzefrei? Laut dem Kultusministerium Baden-Württemberg wird versucht, von einer generellen Vorgabe abzusehen. Schulen müssten häufig individuelle Lösungen für spezifische Situationen finden. Schülerinnen und Schüler, die zum Beispiel mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, können bei Hitzefrei nicht einfach nach Hause fahren und müssen betreut werden. Das Kultusministerium empfiehlt den Schulen des Landes stattdessen, sich an den im Jahr 1975 aufgestellten Kriterien zum „Ausfall des Unterrichts an besonders heißen Sommertagen“ zu orientieren.
Als besonders heiß gelten demnach Tage, an denen die Außentemperatur um elf Uhr mindestens 25 Grad im Schatten beträgt. Hitzefrei könne es dabei frühestens nach der vierten Stunde geben. Für berufliche Schulen und die gymnasiale Oberstufe hingegen gibt es kein Hitzefrei. Laut Kultusministerium stimmen sich benachbarte Schulen bei hohen Temperaturen untereinander ab und entscheiden möglichst gleichmäßig. Die Entscheidung an den einzelnen Schulen obliege aber dem Schulleiter.