Nachdem die US-Notenbank Fed den Leitzins im Januar unverändert belassen hat, richtet sich der Blick bereits auf die nächste Fed-Sitzung im März. Wann entschieden wird, wovon die Märkte ausgehen und welche Folgen das haben könnte.

Digital Desk: Matthias Kemter

Der nächste Fed-Zinsentscheid steht bereits fest. Am Mittwoch, dem 18. März 2026 verkündet die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) ihre nächste Leitzins-Entscheidung. Aktuell rechnen die Märkte mit keiner weiteren Zinssenkung, allerdings kann bis zum Termin noch viel passieren.

 

Nächster Fed-Zinsentscheid: Datum & Uhrzeit

  • Datum: 17. bis 18. März 2026 (FOMC-Meeting, zweitägig)
  • Zinsentscheidung: Mittwoch, dem 18. März 2026
  • Uhrzeit der Entscheidung: 19:00 Uhr deutscher Zeit
  • Pressekonferenz: 19:30 Uhr deutscher Zeit mit Fed-Chef Jerome Powell

Die Sitzung des geldpolitischen Ausschusses FOMC findet wie üblich hinter verschlossenen Türen statt. Am 18. März um 19 Uhr deutscher Zeit wird die Entscheidung öffentlich gemacht. Direkt im Anschluss erläutert Fed-Chef Powell die Beweggründe in einer Pressekonferenz.

Was ist von der Sitzung zu erwarten?

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat bereits zum dritten Mal in den letzten 4 Monaten den Leitzins gesenkt, um den Arbeitsmarkt zu stabilisieren. Der Zinssatz wurde zuletzt im Dezember 2025 erneut um 0,25 Prozentpunkte auf eine Spanne von aktuell 3,5 bis 3,75 Prozent reduziert. Experten gehen davon aus, dass die Zentralbank bei der kommenden Sitzung keine weiteren Zinssenkungen vornehmen wird. Stattdessen dürfte die Fed eine erneute Zinspause einlegen, um weiter ihre Unabhängigkeit zu demonstrieren.

Fokus auf die Nachfolge von Jerome Powell

Neben der Zinsentscheidung steht die Personalie des Fed-Vorsitzenden im Mittelpunkt. Die Amtszeit von Jerome Powell endet im Mai 2026. US-Präsident Donald Trump hat nun Kevin Warsh als Nachfolger von Jerome Powell für den Posten des Fed-Chefs nominiert, vorausgesetzt, der US-Senat bestätigt ihn. Warsh, einer von vier verbleibenden Kandidaten, galt bereits seit Monaten als Favorit, nachdem Trump seinen Wirtschaftsberater Kevin Hassett aus dem Rennen genommen hatte. Die Aufgabe, die Warsh übernimmt, ist äußerst anspruchsvoll, da die Fed durch Trumps wiederholte Angriffe zunehmend politisiert wurde. Warsh steht vor der Herausforderung, einerseits die Unabhängigkeit der Geldpolitik zu bewahren und die Finanzmärkte zu beruhigen, andererseits jedoch den Erwartungen Trumps gerecht zu werden, der eine stärkere Einbindung in geldpolitische Entscheidungen fordert. Dieser Balanceakt birgt das Risiko, entweder das Vertrauen der Anleger in die Fed zu gefährden oder selbst zur Zielscheibe von Trumps Kritik zu werden, wie es bereits seinem Vorgänger erging.

Auswirkungen für Verbraucher und Anleger

Die Entscheidung der Fed wird nicht nur die Märkte, sondern auch Verbraucher direkt betreffen. Eine weitere Zinspause könnte Stabilität signalisieren, während eine erneute Zinssenkung Kredite günstiger machen würde. Anleger sollten die Pressekonferenz genau verfolgen, da sie Hinweise auf die zukünftige Geldpolitik geben könnte.