Trotz des für Mittwoch angekündigten Warnstreiks im Münchner Nahverkehr soll das DFB-Pokal-Viertelfinale zwischen dem FC Bayern München und RB Leipzig wie geplant stattfinden.
Anstoß in der Allianz Arena ist um 20.45 Uhr. Damit Fans das Stadion erreichen können, haben die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG), die Polizei, der FC Bayern und die Arena ein Sonderkonzept vereinbart. Ganz ohne Einschränkungen geht es aber nicht.
Verdi-Streik legt großen Teil des Nahverkehrs lahm
Die Gewerkschaft Verdi hat für Mittwoch, 11. Februar, zu einem ganztägigen Warnstreik bei der MVG aufgerufen. Betroffen sind U-Bahn, Tram und alle Buslinien bis zur Nummer 199. Der Streik beginnt um 3.30 Uhr und endet am Donnerstag um 3.30 Uhr. S-Bahn und Regionalbusse sind nicht bestreikt, die S-Bahn fährt allerdings ab 22.20 Uhr wegen Bauarbeiten zur zweiten Stammstrecke nur stark eingeschränkt. Im regulären Netz bleibt die U-Bahn am Mittwoch grundsätzlich außer Betrieb. Ausnahmen gelten nur für die An- und Abreise zum Pokalspiel. In Kürze könnten übrigens auch wieder Streiks bei der Deutschen Bahn drohen. Alle Informationen dazu, ab wann neue Ausfälle möglich sind, gibt es hier in diesem Artikel.
Sonderbetrieb: U-Bahn fährt nur zum Stadion
Für das ausverkaufte Spiel mit rund 75.000 Zuschauern richtet die MVG einen Sonderbetrieb ein. Zwischen 17.30 Uhr und Betriebsschluss fahren U-Bahnen ausschließlich auf dem Abschnitt Marienplatz – Fröttmaning. Die Züge verkehren in der für Bayern-Heimspiele üblichen dichten Taktung, alle Bahnhöfe auf diesem Abschnitt sind für den Zustieg geöffnet.
Wichtig:
- Außerhalb dieses Abschnitts bleibt die U-Bahn außer Betrieb.
- Die U-Bahn-Station Garching wird nicht angefahren.
Die Allianz Arena öffnet bereits um 18.30 Uhr. Eine möglichst frühe Anreise wird dringend empfohlen, um Engpässe kurz vor Spielbeginn zu vermeiden.
Zusätzliche Busse und Shuttle-Angebote
Neben den U-Bahn-Sonderfahrten wird auch der Busverkehr zum Stadion verstärkt:
Bustransfer ab Donnersbergerbrücke: Ab 16.30 Uhr fahren zusätzliche Busse von der S-Bahn-Station Donnersbergerbrücke. Sie steuern nicht direkt die Allianz Arena an, sondern die U-Bahn-Station Kieferngarten. Von dort ist das Stadion zu Fuß erreichbar.
Rückfahrt nach dem Spiel: Nach Abpfiff fahren bei Bedarf Busse vom Kieferngarten direkt zum Karlsplatz (Stachus). Dort besteht Anschluss in Richtung Innenstadt und Hauptbahnhof.
Zusätzliche Shuttlebusse: Vom FC Bayern Campus, rund zwei Kilometer von der Arena entfernt, werden weitere Shuttlebusse eingesetzt.
Anreise gut planen – Geduld einplanen
Trotz des Sonderkonzepts rechnen die Verantwortlichen mit Einschränkungen bei der An- und Abreise. Der FC Bayern bittet Fans, deutlich mehr Zeit einzuplanen, möglichst Fahrgemeinschaften zu bilden und sich vorab über die Rückfahrt Gedanken zu machen. Das Stadion bleibt am Mittwoch länger geöffnet, um die Abreise zu entzerren.
Für Besucher aus dem Umland ist zu beachten: Die S-Bahn fährt zwar grundsätzlich, ist aber ab 22.20 Uhr nur eingeschränkt unterwegs. Auch deshalb kann eine frühere Abreise oder eine Abholung an einem der Bahnhöfe zwischen Marienplatz und Fröttmaning sinnvoll sein.
Aktuelle Infos nur bei der MVG
Die MVG weist darauf hin, dass sich das Angebot im Laufe des Tages ändern kann – abhängig von der Streikbeteiligung. Verlässliche, laufend aktualisierte Informationen gibt es auf der Störungsseite unter mvg.de und in der App MVGO.
Dort wird angezeigt, welche Fahrten stattfinden, verspätet sind oder ausfallen. Vorab-Verbindungsauskünfte sind im Streikfall nur eingeschränkt verlässlich. Die MVG-Garantie gilt nicht, Erstattungen für Tickets sind bei Streiks nicht vorgesehen.