Auch diese Woche kommt es wieder zu Warnstreiks im ÖPNV. Diese Städte sind betroffen.
Pendler müssen sich weiterhin auf Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr einstellen. Die Gewerkschaft ver.di hat in mehreren Bundesländern zu Warnstreiks aufgerufen. Betroffen sind vor allem Bus- und Straßenbahnverbindungen.
Zusätzlich hat ver.di für Donnerstag, 19. März 2026, weitere Arbeitsniederlegungen angekündigt. In mehreren Bundesländern könnte der kommunale Nahverkehr an diesem Tag weitgehend zum Erliegen kommen.
Nordrhein-Westfalen: Zwei Tage Streik im Nahverkehr
In Nordrhein-Westfalen ruft ver.di am 16. und 17. März 2026 rund 30.000 Beschäftigte kommunaler Nahverkehrsunternehmen zu Warnstreiks auf. Hintergrund sind festgefahrene Tarifverhandlungen mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen.
Der Streik ist zweigeteilt organisiert:
- Montag (16. März): Beschäftigte in Verwaltungen und Kundenzentren der Verkehrsunternehmen legen die Arbeit nieder.
- Dienstag (17. März): Der Fahrdienst streikt. Busse und Straßenbahnen könnten dann in vielen Städten weitgehend ausfallen.
Betroffen sind unter anderem Verkehrsunternehmen in folgenden Regionen und Städten:
- Düsseldorf und Mettmann (Rheinbahn)
- Wuppertal, Solingen und Remscheid
- Köln und Düren (KVB, Westverkehr)
- Bonn und Rhein-Sieg-Kreis
- Bochum, Gelsenkirchen, Herne, Bottrop und Kreis Recklinghausen
- Essen, Oberhausen und Mülheim (Ruhrbahn, STOAG)
- Duisburg
- Dortmund
- Region Ostwestfalen-Lippe
- Hagen und Ennepe-Ruhr-Kreis
- Märkischer Kreis und Siegen-Wittgenstein
- Niederrhein
S-Bahnen und Regionalzüge sind von diesem Streik nicht betroffen.
Auch in Sachsen Warnstreiks
Parallel kommt es auch in Sachsen zu Arbeitsniederlegungen im Nahverkehr.
Am Montag (16. März) streiken Beschäftigte bei:
- Regiobus Mittelsachsen
- Regionalverkehr Westsachsen
Nach Angaben der Unternehmen kann es zu großflächigen Ausfällen unter anderem in folgenden Orten kommen:
- Döbeln
- Freiberg
- Linien im Raum Chemnitz, Limbach-Oberfrohna, Hohenstein-Ernstthal und Lichtenstein
Am Dienstag (17. März) sind große Teile Ostsachsens betroffen. Bestreikt werden unter anderem:
- Görlitzer Verkehrsbetriebe
- Omnibusverkehr Oberlausitz
- Regionalbus Oberlausitz
- DB Regio Bus Ost (Zittau)
- Verkehrsgesellschaft Hoyerswerda
Die Streiks beginnen in der Regel gegen 3 Uhr morgens und dauern meist rund 24 Stunden.
Weitere Warnstreiks am 19. März angekündigt
Im Rahmen der bundesweiten Tarifrunde im kommunalen Nahverkehr hat ver.di außerdem für Donnerstag (19. März) neue Warnstreiks angekündigt. Betroffen sein könnten unter anderem Verkehrsunternehmen in:
- Bayern
- Brandenburg
- Nordrhein-Westfalen
- Hamburg
- Saarland
Nach Angaben der Gewerkschaft könnte der Verkehr in vielen kommunalen Unternehmen an diesem Tag weitgehend zum Erliegen kommen. In Hessen und Bremen wird derzeit noch entschieden, ob sich die Beschäftigten ebenfalls beteiligen.
Hintergrund der Streiks
Die Gewerkschaft ver.di begründet die Arbeitsniederlegungen mit festgefahrenen Tarifverhandlungen im Nahverkehr. In Nordrhein-Westfalen liege auch nach zwei Verhandlungsrunden noch kein Angebot der Arbeitgeber vor.
Zu den zentralen Forderungen der Beschäftigten gehören unter anderem:
- Reduzierung der Wochenarbeitszeit von 39 auf 37 Stunden bei vollem Lohnausgleich
- Entlastung bei Schichtdiensten
- höhere Zuschläge für Sonntagsarbeit
Die nächste Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt in Nordrhein-Westfalen ist für den 24. März geplant. Bis dahin müssen Fahrgäste in mehreren Regionen weiterhin mit Einschränkungen im Nahverkehr rechnen.