Was bringt die Bürgerversicherung? Nichts als Traumtänzerei

Von Bernhard Walker 

SPD und Grüne bejubeln die Idee der Bürgerversicherung, bei der alle Versicherten in einem System bleiben. Probleme werden dadurch aber nicht gelöst, kommentiert Bernhard Walker.

Am Verhältnis Arzt und Patient ändert die Bürgerversicherung wenig. Foto: Maurizio Gambarini/dpa
Am Verhältnis Arzt und Patient ändert die Bürgerversicherung wenig. Foto: Maurizio Gambarini/dpa

Berlin - Vier Euro im Monat: Das ist die Entlastung, die laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung pro Versichertem entstünde, wenn es eine Bürgerversicherung gäbe – wenn also die private Krankenversicherung (PKV) verschwinden würde und das gesetzliche Sicherungssystem übrig bliebe. Allerdings ist völlig offen, ob dieses Ziel je erreicht werden kann. Deshalb ist es so kurios, dass Politiker von Grünen und Linken unter Hinweis auf die Studie ein Loblied auf die Bürgerversicherung anstimmten. Die Bertelsmann-Autoren betonen „ausdrücklich“, dass sie kein „realistisches, umsetzungsnahes Szenario“ vorgelegt hätten. Sie nehmen an, dass alle Versicherten der PKV auf einen Schlag in die Bürgerversicherung wechseln – reine Traumtänzerei.

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