Was die Kandidaten wollen Die Menschen bei Stuttgart 21 einbeziehen

Von StZ, Umfrage: Elena Kühne 

Der Schwabenstreich wird leiser, die Demos gegen Stuttgart 21 sind weniger gut besucht: Aber der tiefe Graben zwischen Befürwortern und Gegnern bleibt. Wie wollen die OB-Kandidaten mit dem umstrittenen Bahnprojekt umgehen?

Bettina Wilhelm, Fritz Kuhn, Harald Hermann, Hannes Rockenbauch, Marion Furtwängler, Sebastian Turner und Jens Loewe (von links nach rechts) bewerben sich um das OB-Amt und vertreten eine klare Position zu Stuttgart 21. Was halten Passanten von dem umstrittenen Bahnprojekt? Wir haben nachgefragt und die Antworten in einer Bildergalerie zusammengestellt. Foto: Steinert 6 Bilder
Bettina Wilhelm, Fritz Kuhn, Harald Hermann, Hannes Rockenbauch, Marion Furtwängler, Sebastian Turner und Jens Loewe (von links nach rechts) bewerben sich um das OB-Amt und vertreten eine klare Position zu Stuttgart 21. Was halten Passanten von dem umstrittenen Bahnprojekt? Wir haben nachgefragt und die Antworten in einer Bildergalerie zusammengestellt. Foto: Steinert

Stuttgart - Die Zeiten, in denen jeder zweite Bürger der Stadt Plaketten unterschiedlichster Couleur auf der Brust vor sich hergetragen hat, sind lange schon vorbei. Und auch die abendliche Tröterei um Glockenschlag sieben, zu denen in fast in allen Himmelsrichtungen Stuttgarts der sogenannte Schwabenstreich ertönte, ist zwischenzeitlich fast überall verstummt. Aber der Graben zwischen Gegnern und Befürwortern des Bahnprojekts Stuttgart 21 ist zwar nach wie vor so breit wie tief.

Wie stehen die von den Fraktionen im Stadtrat unterstützten Kandidaten für die Stuttgarter OB-Wahl zu Stuttgart 21 und welche Weichen wollen sie für die Zukunft legen?

Sebastian Turner

„Wenn die Stuttgarter eines verbindet, dann der Überdruss am Streit. Es reicht uns allen. Parlamente, Gerichte und Bürger haben entschieden. Jetzt geht es ans Machen. Die Stadt muss die Bahn als Bauherr antreiben, das Projekt schnell und sicher umzusetzen, und auch das Land muss gehindert werden, den demokratischen Willen zu hintertreiben. Jede Verzögerung kostet schließlich Geld und bringt mehr Belastung. Noch wichtiger als der neue Bahnhof ist die Stadtentwicklungschance, die sich aus der frei werdenden Fläche ergibt. Eine historische, nicht wiederkehrende Gelegenheit. Hier können wir aus den Fehlern rund um den Bahnhof lernen. Wenn wir gemeinsam die beste Lösung suchen, entstehen keine blutleeren Investorenkästen, sondern lebendige Stadtquartiere für alle. Aus ehemaligen Bahnhofsstreitern können Verbündete werden für eine gelungene Stadtplanung. Und die offene Diskussion über die Gestaltung der Zukunft kann Stuttgart schon jetzt zu einem magnetischen Ort für Menschen mit Fantasie machen.“
 

Hier geht es zum Kandidatencheck mit Sebastian Turner (parteilos, Kandidat der CDU, unterstützt von FDP und Freien Wählern).